Unionsfraktionschef Kauder
„Es wird nicht ohne Kompromisse gehen“

Die Flüchtlingsthematik, speziell der Nachzug, wird bei den Sondierungsgesprächen zum Streitthema. Laut Volker Kauder sei es wichtig, die eigene Identität beizubehalten. Allerdings müsse man auch zum Erfolg kommen.
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BerlinKurz vor Beginn der ersten gemeinsamen Sondierungsgespräche von CDU, CSU, FDP und Grünen hat Unionsfraktionschef Volker Kauder die Haltung der Konservativen beim Streitthema Flüchtlingsnachzug bekräftigt. „Ja, wir haben eine klare Position, den Familiennachzug nicht für alle subsidiär Geschützen auszuführen. (...). Darüber wird sicher gestritten werden“, sagte Kauder am Freitag in der ARD. Insgesamt sehe er aber, dass eine stabile Regierung geschaffen werden müsse. Deswegen müsse alles daran gesetzt werden, „in dieser Konstellation, in der wir jetzt sind, zum Erfolg zu kommen. Da wird es nicht ohne Kompromisse abgehen. Aber es wird ganz entscheidend sein, dass jeder mit seiner Identität auch erkennbar bleibt.“

Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hatte zuvor klar gemacht, seine Partei werde darauf beharren, dass Geflüchtete ihre Familien nachholen können.

Am Nachmittag kommt das Parteien-Quartett erstmals in einer größeren Runde zusammen zu einer offiziellen Jamaika-Sondierung, nachdem Mittwoch und Donnerstag Einzelgespräche der Parteien untereinander stattgefunden hatten. Sowohl Vertreter der Union als auch von FDP und Grünen hatten sich zufrieden über das Klima der bisherigen informellen Gespräche geäußert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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