Unklarheit über Droh-Anruf: FDP-Vize Homburger nimmt sich Wulff zur Brust

Unklarheit über Droh-Anruf
FDP-Vize Homburger nimmt sich Wulff zur Brust

Die Mehrheit der Bürger ist gnädig mit Wulff und steht zu ihm. Die Politik dagegen sieht weiter offene Fragen und erhöht der Druck. Auch aus der Koalition wird das Staatsoberhaupt gedrängt, für Klarheit zu sorgen.
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BerlinDie stellvertretende FDP-Vorsitzende Birgit Homburger hat Bundespräsident Christian Wulff aufgefordert, Klarheit über seinen Anruf bei der „Bild“-Zeitung zu schaffen. „Die „Bild'-Redaktion hat eine neue Frage aufgeworfen. Auch diese muss beantwortet werden“, sagte Homburger der Zeitung „Welt“. Die Debatte sei nicht gut für das Ansehen des Bundespräsidenten. „Das höchste Staatsamt ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Debatte schadet auch dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland“, erklärte sie. Daher solle sie schnell beendet werden.

Wulff hatte am Donnerstag eine Veröffentlichung seines Telefon-Anrufs bei der „Bild“-Chefredaktion abgelehnt. Dies hatte die Zeitung erbeten, um ihre Darstellung zu belegen, dass das Staatsoberhaupt eine Berichterstattung über seinen 500.000-Euro-Kredit verhindern wollte. Wulff hatte hingegen in einem Fernseh-Interview erklärt, er habe nur um einen Tag Aufschub für die Veröffentlichung gebeten.

Kritisch äußerten sich auch die Grünen. „Dass Herr Wulff den Text seines Anrufs beim 'Bild'-Chef nicht gedruckt sehen möchte, macht seine Ausführungen in dem Interview nicht glaubwürdiger“, sagte der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag in Hannover, Stefan Wenzel, der „Passauer Neuen Presse“: „Die Kardinalfrage, ob er als früherer niedersächsischer Ministerpräsident gegen das Ministergesetz verstoßen hat, ist nach wie vor nicht klar beantwortet.“

So habe es die Übergabe eines anonymen Schecks, einen Kredit mit einzigartigen Konditionen für den Kauf seines Hauses und viele weitere Punkte gegeben, die Fragen aufwerfen, sagte Wenzel. „Die Liste ist in den letzten Wochen immer länger geworden.“ Der Grünen-Fraktionschef kündigte an, im Landtag von Hannover einen Fragenkatalog zu den Umständen des Kredits für Wulff vorzulegen.

Die Bürger hat Wulff mit seinem Auftreten im TV-Interview zwar nicht überzeugt - eine Mehrheit will ihm aber eine zweite Chance geben. In dem am Abend veröffentlichten „ARD-Deutschlandtrend extra“ fanden 61 Prozent derjenigen, die das Interview gesehen hatten, Wulff eher nicht überzeugend, 30 Prozent sahen ihn positiver. Jedoch waren 60 Prozent der Ansicht, Wulff habe „jetzt eine zweite Chance verdient“, 36 Prozent sahen dies anders.

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FDP-Vize Homburger nimmt sich Wulff zur Brust

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43 Prozent wollen Wulffs Rücktritt

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  • @Leser. Klar, wir sind alle keine Ghandis. Aber es sind deswegen noch lange nicht alle Weicheier, die es NICHT tun und trotzdem Karriere machen. Das ist reine Polemik. Es GIBT sie, die Anständigen. Ob Wulf dazu gehört – keine Ahnung. Darum geht es mir auch gar nicht. Ich bestehe bloß auf der Unschuldsvermutung.


    Und ja, die Aufgaben des BP sind rein repräsentativer Natur. Er ist nicht dazu verpflichtet, für die Bundesbürger den Heiligen zu spielen. Das wurde sogar hin und wieder auch in den Medien erwähnt. Trotzdem hat man ihn aber weiter eingekesselt.

  • gemach gemach young lady.

    die menschen sind kräftiger als ihre machthaber glauben.

    bleiben Sie bitte des ganz gewiß.

  • Richtig. Mehr machen aber unsere anderen Politiker auch nicht. Außer dass sie die Tinte vergeutden durch ihre Unterschriften die den Untergang Deutschlands besiegeln.
    Das das Volk in den eltzebn 30 Jahren völlig verdummt ist, ständiges Herunterfahren des Niveaus und der Lehrinhalte in den Schulen machte dies möglich, können diese Politker, die sich auch noch frech unsere Volksvertreter nennen, so agieren.
    Und jede bürgerliche-konservative Stimme die mal hochkommt, wird sofort mit der >Nazikeule geprügelt. So halten sie ihr Volk in Schach.
    Bis das Volk vielleicht mal nicht mehr mitspielt udn dann wird es blutig

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