Unklarheit über Umfang der Beitragssenkung
Gesundheitsministerin: Kassenbeiträge werden 2004 sinken

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat zugesichert, dass Millionen Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr mit sinkenden Kassenbeiträgen rechnen können. Die Ministerin reagierte damit auf Berichte, dass trotz der Gesundheitsreform bei einzelnen Kassen zum Jahreswechsel die Krankenversicherung teurer zu werden droht.

HB BERLIN. HB BERLIN. Die „Bild“-Zeitung hatte vier kleine Betriebskrankenkassen (BKK) mit zusammen 50 000 Beitragszahlern genannt.



„Die Mehrheit der Versicherten wird im nächsten Jahr auch gesenkte Beiträge haben“, sagte Schmidt im ZDF-„Morgenmagazin“. Alle Kassen müssten das, was umfinanziert wird, mit Beitragssatzsenkungen an ihre Kunden weitergeben. Dies ist ein Volumen von sieben Milliarden Euro. Unklar ist lediglich, wann und in welchem Umfang die Kassenbeiträge sinken.

Schmidt geht davon aus, dass sich der durchschnittliche Beitragssatz von derzeit 14,3 auf 13,6 Prozent im Laufe des kommenden Jahres ermäßigt. Allerdings werden die Patienten im Gegenzug mit deutlichen höheren Eigenbeteiligungen zur Kasse gebeten. In der GKV sind insgesamt rund 70 Millionen Bundesbürger krankenversichert. Ein knappes Drittel davon ist beitragsfrei mitversichert.

Der Sprecher des BKK Bundesverbandes, Florian Lanz, bestätigte, dass einzelne Betriebskrankenkassen „wahrscheinlich zum Jahreswechsel ihre Beiträge erhöhen müssen“. Dies sei aber noch nicht entschieden. Sollte die Erhöhung kommen, steige der Beitragssatz im Durchschnitt der vier Kassen auf 12,9 Prozent. Selbst nach diesen Erhöhungen würden diese BKK auch weiterhin zu den günstigsten Krankenkassen in Deutschland gehören. „Wir haben weiterhin den Ehrgeiz, dass der durchschnittliche Beitragssatz der BKK im Laufe des Frühjahrs von heute 13,7 Prozent auf rund 13,4 Prozent sinken wird“, sagte Lanz.

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