Unternehmen können Kosten senken
Aktive Gesundheitspolitik macht sich mit barer Münze bezahlt

Mit Hilfe einer besseren betrieblichen Gesundheitspolitik können die Unternehmen ihre Wettbewerbsposition spürbar verbessern.

DÜSSELDORF. Die Bertelsmann Stiftung, aber auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) richten an Unternehmen und Belegschaften den Appell, die bestehenden Vorschriften nicht nur formal zu erfüllen, sondern aktiver zu nutzen. In Berlin wird heute ein entsprechendes Programm vorgelegt.

So wie die Fraport AG, Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens, mit ihrer Gesundheitsförderung für frischen Wind in der Belegschaft gesorgt hat. Rückenschule und Prävention zahlen sich aus: Arbeitsdirektor und Personalvorstand Herbert Mai rechnet vor, dass die Senkung des Krankenstands von 8 % im Jahr 2001 auf 5,7 % im vergangenen Jahr Ersparnisse in Höhe von 12 Mill. Euro gebracht hat.

Das ist nicht alles: Die AOK Hessen war auf Grund dieser Erfolge bereit, den Kassenbeitrag um 1,2 % zu senken, was der Firma 1 Mill. Euro zusätzlich an jährlicher Ersparnis bringt.

So weit ist die Betriebskrankenkasse bei Audi noch nicht gegangen, doch Personalvorstand Horst Neumann berichtet, dass der Krankenstand durch ein Gesundheitsprogramm im vergangenen Jahr um einen Prozentpunkt auf 3 % gesunken ist – was 20 Mill. Euro ausmacht. Mitte des Jahres startet ein Programm mit Gesundheitschecks, wie es bisher nur Managern angeboten wurde: „Innerhalb einiger Jahre wollen wir hier 40 000 Mitarbeiter durchschleusen.“ Gerhard Rübling, Geschäftsführer für Personal- und Sozialwesen beim württembergischen Maschinenbauer Trumpf, weist auf die demographische Entwicklung hin: „Wenn die Leute bis 65 arbeiten sollen, dann müssen wir uns heute um die 40-Jährigen kümmern.“ Das schließe gesundheitliche Vorsorge mit ein.

Seite 1:

Aktive Gesundheitspolitik macht sich mit barer Münze bezahlt

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%