Unternehmen nutzten bisher die Altersteilzeit im großen Stil
„Die Leute machen es gerne“

Im Glaspalast der Heidelberger Druckmaschinen AG in der Nähe des Hauptbahnhofs steht eine unruhige Vorweihnachtszeit an. Nicht nur das vor einer Woche verkündete Umstrukturierungsprogramm mit 1 000 zusätzlichen Stellenstreichungen führt im Hauptquartier und in den Werken des Weltmarktführers für Druckmaschinen zu hitzigen Wortgefechten.

Jetzt sorgt die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Neuregelung der Frühverrentung für zusätzliche Aufregung. „Der Beratungsbedarf wird sehr groß sein“, schätzt Personalchef Bernd Lang. Da bis zum Jahresende noch Verträge zur Altersteilzeit nach dem bisherigen Modell abgeschlossen werden können, erwartet Lang zahlreiche neue Anfragen von Arbeitnehmern, die noch zu den günstigeren Bedingungen gehen wollen.

Nicht erst seit die tiefe Krise der gesamten Branche auch die Heidelberger Druckmaschinen AG erfasst hat und der vor kurzem noch so ertragreiche Konzern zum ersten Mal in der 150-jährigen Firmengeschichte rote Zahlen schreibt, sind Frühverrentungen für das Unternehmen ein wichtiges Mittel der Personalsteuerung. Auch vorher schon, als es der Branche noch richtig gut ging, hat der Personalchef Mitarbeiter früh in Rente geschickt. Seit 1998 hat Heidelberg in Deutschland etwa 1 000 Altersteilzeit-Verträge abgeschlossen. „Es ist ein Schwerpunkt unserer Personalsteuerung“, sagt der Personalchef.

Den entscheidenden Vorteil sieht der Manager in der Freiwilligkeit des Modells. „Die Leute machen es gerne“, betont er. Rund die Hälfte der 56-jährigen und älteren Arbeitnehmer des Druckmaschinenkonzerns ist so gegangen.

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