Unternehmen sollen sich „mit geringeren Gewinnen zufrieden geben“
Auch Merkel wirft Ölkonzernen Preistreiberei vor

Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel hat sich der Kritik von Bundeskanzler Gerhard Schröder an den Mineralölkonzernen angeschlossen, die Unternehmen verfolgten Preistreiberei.

HB BERLIN. Angesichts der rasant gestiegenen Öl- und Treibstoffpreise in Deutschland müsse sie wie zuvor auch andere Politiker an die Konzerne appellieren, sich nicht in der jetzigen Situation „dumm und dämlich“ zu verdienen, sagte Merkel am Donnerstagabend im NDR-Fernsehen. Die Unternehmen sollten stattdessen an die Bürger denken und sich in der gegenwärtigen Lage mit geringeren Gewinnen zufrieden geben, mahnte die CDU-Vorsitzende.

Schröder hat den Mineralölkonzernen mehrfach vorgeworfen, nach der Flut-Katastrophe in New Orleans eine unverantwortliche Preistreiberei verfolgt zu haben. Nachdem der Hurrikan „Katrina“ im Süden der USA schwere Verwüstungen angerichtet hatte, war der Ölpreis stark angestiegen.

Auf die Frage, was zu tun sei, um beispielsweise die Benzinpreise wieder abzusenken, wiederholte die CDU-Chefin ihren Vorschlag, den Teil der Ökosteuer zu senken, der nicht in die Rentenkasse gehe. Dies mache immerhin drei Cent je Liter aus. Ansonsten empfahl sie der Autoindustrie, den Flottenverbrauch weiter zu senken. Eine weitere Reduzierung der Ökosteuer schloss Merkel aus. Angesichts der von Rot-Grün zu verantwortenden schlimmen Haushaltslage sei dies nicht möglich.

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