„Unterschicht-Diskussion"
Platzeck warnt vor Stigmatisierung

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat sich gegen den Begriff der „sozialen Unterschicht“ gewandt.

HB POTSDAM. Damit würden Menschen stigmatisiert, sagte der frühere SPD-Vorsitzende am Montag in Potsdam und betonte zugleich: „Wir dürfen aber das Problem nicht aus den Augen verlieren.“

Platzeck wies Kritik an der Arbeitsmarktreform Hartz IV in diesem Zusammenhang zurück. Die Reform sei keinesfalls Ursache für eine soziale Spaltung der Gesellschaft - diese Entwicklung gebe es vielmehr bereits seit Mitte der 90er Jahre. Der Schlüssel für eine Lösung der Probleme sei eine bessere Bildung, meinte Platzeck.

Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine Studie zur „neuen gesellschaftlichen Unterschicht“ vorgelegt, wonach acht Prozent der Bevölkerung sich in unsicheren Arbeitsverhältnissen, einer prekären Lebenslage sowie sozialer Lethargie befinden. In Ostdeutschland gehöre sogar jeder Fünfte zu dieser „Unterschicht“. Auch der SPD- Vorsitzende Kurt Beck hatte kürzlich ein „Unterschichten-Problem“ angesprochen.

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