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Unterschichten-Kontroverse: Für Müntefering gibt es keine Schichten

In der Debatte über ein „Unterschichten-Problem“ in Deutschland hat Bundesarbeitsminister Franz Müntefering vor Fehleinschätzungen gewarnt.

Quelle: dpa
Quelle: dpa

HB BERLIN. Er sagte am Montag dem Nachrichtensender N24 zur Bezeichnung „Unterschicht“, die für Millionen Deutsche ohne Anteilnahme am regulären Erwerbsleben gelten soll: „Es gibt keine Schichten in Deutschland. Es gibt Menschen, die es schwerer haben, die schwächer sind. Das ist nicht neu. Das hat es schon immer gegeben. Aber ich wehre mich gegen die Einteilung der Gesellschaft.“

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Man müsse „zumindest den jungen Menschen, die aus solchen Familien kommen, eine Chance geben“, sagte Müntefering. „Die dürfen nicht abklassifiziert und deklassifiziert werden. (...) Und dafür müssen wir sorgen mit der Ausbildung und mit der Schule, dass jeder die selben Bildungschancen hat - ganz gleich, wie dick Papas Portemonnaie ist oder zu welcher Gruppe er denn da gehört.“ Der Vizekanzler betonte, „dieses Soziologendeutsch“ halte er „für nicht brauchbar für die politisch Handelnden“.

Umfrage: Wie kann man das "Unterschichten-Problem" lösen?

Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine Studie zur „neuen gesellschaftlichen Unterschicht“ vorgelegt, wonach 8 Prozent der Bevölkerung sich in unsicheren Arbeitsverhältnissen, einer prekären Lebenslage sowie sozialer Lethargie befinden. In Ostdeutschland gehört laut Studie sogar jeder fünfte zur so definierten Unterschicht.

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