Unterstützung im Wahlkampf
Mit Hilfe von außen steuern die Piraten in den Landtag

Die Neuwahlen im Saarland haben die Piratenpartei unvorbereitet getroffen. In wenigen Wochen mussten sie Kreisverbände gründen und sich ein Wahlprogramm geben. Dennoch stehen ihre Chancen gut, in den Landtag einzuziehen.
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NeunkirchenIn dem kleinen Raum im Stumm’schen Brauhaus in Neunkirchen erinnert nur wenig an die Piratenpartei. An den Wänden hängen überall ausgestopfte Tiere. Ein Wildschweinkopf ist dabei, eine Eule und viele Hirschgeweihe. Blickt man auf die Tische, fällt jedoch noch etwas anderes auf: Ein großes Piratenschiff aus Playmobil. Es ist das Maskottchen des Kreisverbandes der Piratenpartei. Ihr Vorsitzender, Gerd Weber, hat es vor ein paar Wochen auf dem Flohmarkt entdeckt. 

Der 46-jährige Kommunikationstrainer hat anstrengende Wochen hinter sich. Die vorgezogenen Neuwahlen im Saarland haben die junge Partei völlig unvorbereitet getroffen. „Wir waren eigentlich ausgelegt auf 2014,“ sagt Weber. Bis dahin hatte sich die Partei einen Zeitplan gesetzt, um zum Beispiel eigene Kreisverbände zu gründen. Nun kam alles anders: Wegen des frühen Wahltermins mussten die Piraten ihren Zeitplan über den Haufen werfen und alles beschleunigen. „Wir haben in einem Turbo-Wahlkampf versucht, unsere Arbeit für die nächsten zwei Jahre auf sechs Wochen runterzukomprimieren“, sagt Webers Parteikollege Michael Hilberer.

Um bei der Landtagswahl überhaupt antreten zu können, mussten die Piraten neue Kreisverbände gründen und in den drei Wahlkreisen Neunkirchen, Saarlouis und Saarbrücken jeweils 300 Unterstützerunterschriften sammeln. Das gelang ihnen in Rekordzeit: Innerhalb von 72 Stunden hatten sie die insgesamt 900 Unterschriften beisammen.

Dabei konnten die Saarpiraten auf die Unterstützung von Parteikollegen aus Luxemburg zählen. Mitglieder der dortigen Piratenpartei sammelten Unterschriften bei Tanktouristen mit saarländischem Autokennzeichen.

Auch aus dem Bundesgebiet haben die Piraten Hilfe bekommen. Der Kreisverband Rastatt aus Baden-Württemberg hat den Parteifreunden 41 Großplakate geliehen, die nach der Wahl im Saarland nach NRW weitergereicht werden sollen. Vom nordrhein-westfälischen Landesverband bekamen die Saarpiraten einen Wahlkampf- Kredit über 10.000 Euro. 80 Wahlhelfer aus dem gesamten Bundesgebiet haben die Saarpiraten bislang vor Ort unterstützt - darunter viele Studenten.

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Mit Hilfe von außen steuern die Piraten in den Landtag

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Das 90-Punkte Programm der Saarpiraten

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  • Die Grünen
    Rote wölfe im grünen Schafspelz. Die Grünen sind Systemzerstörer,echte Gesellschaftsveränderer. Zerstörung von Familie, Ehe, Kinder als "Eigentum" des Staates. Begriffe wie Fleiß, Verantwortung, Leistung sind natürlich "faschistisch", gehören abgeschafft. Zerstörung des christlichen Glaubens mit Sprüchen wie "Hätt Maria abgetrieben - wäre Jesus uns erspart geblieben.
    Aus Polizisten werden "Bullen", aus Deutschland ein "Scheiß-Bullenstaat". Deutsche Geschichte heußt nur Auschwitz. Zerstörung der Natur durch Wahnsinns-Verkabelung und Verspargelung. Umweltschutz? Zerstörung der Landschaft und von Arbeitsplätzen durch extrem hohe Energiekosten, die die verhaßte Industrie im Mark treffen. Autos umtauschen in Fahrräder. Trittin, Künast & Co. aber - die lieben wuchtige Staats-Karossen. Schlimm genug, daß Baden-Württemberg einen früheren Kommunisten zum Regierubgschef gewählt hat, Vom Verkaäfer der Kommunistischen"Vokszeitung"bis zum Regierungschef in Stuttgart. So soll esach dem Wunsch von Trittin und Claudia Roth in Ganz DEUTSCHLAND werden.

  • I live in Sweden and vote vore the swedish Piratpartiet.
    But tomorrow we are all "Saarlanders"!

    This election is a Local election, but the Pirate movement is Global and beyond.
    Good luck Piratenpartei!

  • Lass' die kackbraune Tante doch rumpupsen…

    Bei der Wortwahl weiß doch jeder, woran er ist: faschistisches Gesabbel der verschämten Sorte nennt sich "konservativ".

    Lohnt sich keine Erwiderung. Troll eben…

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