Untersuchungsausschuss
Berliner Abgeordnete wollen Neubau-Desaster aufklären

Das Abgeordnetenhaus in Berlin startet die Aufarbeitung des Debakels um den neuen Hauptstadtflughafen. Als Zeuge wird unter anderem Brandenburgs Regierungschef Platzeck befragt. Auch Klaus Wowereit muss sich wohl äußern.
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BerlinIm Berliner Abgeordnetenhaus nimmt am Freitag (19. Oktober, 10.00 Uhr) der Untersuchungsausschuss zum Flughafen-Debakel seine Arbeit auf. Den Vorsitz hat Martin Delius von der Piratenpartei. Seiner Einschätzung zufolge wird das Gremium in regelmäßigen Abständen bis etwa Ende 2013, möglicherweise auch bis Anfang 2014 arbeiten.

Der Ausschuss soll untersuchen, warum der neue Hauptstadt-Airport in Schönefeld bislang massive Baumängel aufweist, erheblich später als geplant eröffnet und deutlich teurer wird. Außerdem geht es um die Verantwortlichen für das Debakel. Es sollen zahlreiche Zeugen gehört werden, darunter nach bisherigem Stand der frühere Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und ein Ex-Flughafenchef. Mit einer Ladung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, dem amtierenden Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wird fest gerechnet. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck wird aussagen müssen.

Der Flughafen soll - nach dreimaliger Verschiebung - am 27. Oktober 2013 eröffnet werden. Die Baukosten sind auf rund 4,3 Milliarden Euro gestiegen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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