«Unverständliches Leid, ohne jede Schuld»
Silvesteraufrufe zur Soldarität mit Flutopfern

Kirchenvertreter und Politiker haben zum Jahreswechsel zur Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe in Südasien aufgerufen.

HB BERLIN. In ihren Silvesteransprachen haben Kirchenvertreter und Politiker zur Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe in Südasien aufgerufen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sprach am Silvesterabend von einer Chance zur Globalisierung auch bei sozialen und humanitären Fragen. Die Hilfe für die Flutopfer dürfe dabei nicht punktuell bleiben, sondern langfristig zu einer Verbesserung der Lage der Menschen führen.

Weiter sagte Lehman: «Es ist unverständliches Leid, ohne jede Schuld.» Abgesehen vom Beten bleibe für Christen bleibe «vielfältige Hilfe» die einzige Möglichkeit, der Verzweiflung zu entgehen.

Der Limburger Bischof Franz Kamphaus forderte laut Mitteilung dazu auf, sich Rechenschaft über das eigene Gottesbild abzulegen. Die gängige Gottesvorstellung entspreche den Träumereien von einer leidfreien Gesellschaft, die keine Wunden und keinen ungetrösteten Schmerz vertrage.

Auch Politiker sprachen zum Jahreswechsel über die Flutkatastrophe und ihre Folgen für die Menschen in Deutschland. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) erklärte, die Herausforderungen, vor denen Deutschland stehe, rückten durch die Tragödie in Asien in ein anderes Licht. «Wir haben gewiss Schwierigkeiten, aber die sind lösbar.»

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bezeichnete die Flut als Tragödie, «die uns fassungslos macht, die wir mit täglich wachsendem Entsetzen verfolgen».

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