Unwetter
Große Schäden in Essen

Auch in Essen richteten die Unwetter der Nacht Verwüstung an: Reihenweise knickten Bäume um, ein Festival wurde jäh beendet und Besucher mussten zu Fuß nach Hause. Ein Korrespondentenbericht.
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EssenDas aufblasbare Planschbecken in der Garageneinfahrt, das über die Häuser geflogen sein muss, ist vielleicht noch witzig. Die entwurzelte 20-Meter-Buche mitten auf der Straße im Wohngebiet dann nicht mehr. Wie andernorts auch, hat das Unwetter am Montagabend im Essener Süden große Schäden angerichtet. Bäume und dicke Äste gingen auf parkende Autos nieder. Viele Straßen waren wegen umgestürzter Bäume unpassierbar. Ein Open-Air-Festival in Essen-Werden fand ein jähes Ende.

„Was fotografieren Sie? Dahinten sind vielleicht Menschen unter Bäumen begraben“, ruft ein aufgeregter Passant dem Reporter entgegen. Nach eiligem Nachsehen Entwarnung. An Seilen aufgehängte Straßenlaternen liegen auf der Straße, daneben abgebrochene Bäume. Davor ein Bus. Kein Durchkommen mehr. Passagiere und Fahrer haben wohl großes Glück gehabt.

Nächste Kreuzung. Vor den Häusern stehen Bewohner und reden miteinander. Kaum eine Straße ohne dicken Ast oder Baum auf der Fahrbahn, der umfahren werden muss. Viele Straßen sind zunächst gesperrt. Die Feuerwehr muss sich auf die wichtigen Einsätze konzentrieren.

Kreuzungen sollen einen halben Meter hoch überflutet sein, berichten Besucher eines Rockfestivals, die noch nicht wissen, wie sie letztlich nach Hause kommen sollen. Weil der Nahverkehr zum Erliegen kam, mussten ungezählte Festivalbesucher zu Fuß den Heimweg antreten.

Umgestürzte Bäume

Ein Arbeiter kontrolliert eine Baustellenabsperrung. Er berichtet, dass eine große Kneipe in der Nähe überflutet wurde.

Das Unwetter suchte Essen um kurz vor halb zehn am Abend heim. Beim Zähneputzen der Kinder wirft die Familie noch einen Blick durch das Fenster aufs Gewitter - und ist erschrocken. Im nächsten Moment kracht es auch schon und der hohe Baum vom Nachbargrundstück liegt im Garten. Reihenweise knicken die Bäume um. Glücklicherweise wird niemand verletzt.

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