Unzureichend informiert
Djerba-Opfer reicht Klage gegen Tui ein

Erstmals seit dem Attentat auf Djerba klagt ein Opfer gegen Tui. Der Vorwurf gegen das Reiseunternehmen lautet auf mangelhafte Information im Vorfeld der Reise.

HB BERLIN. Zwei Jahre nach dem Terroranschlag auf der tunesischen Ferieninsel Djerba hat eines der Opfer gegen den Touristikkonzern Tui geklagt. Im Namen seines bei dem Attentat schwer verletzten fünfjährigen Sohnes sei die Klageschrift bei der Zivilkammer des Landgerichts Hannover eingereicht worden, sagte Michael Esper am Samstag in Bergkamen.

Esper ist zugleich Geschäftsführer des Opferschutzbundes Djerba. Er wirft dem Reiseunternehmen eine Vernachlässigung seiner Informationspflicht im Vorfeld der Reise vor. Zeugenaussagen verwiesen darauf, dass Tui bereits vor dem Anschlag von islamistischen Demonstrationen auf Djerba gewusst habe. «Mit der Klage wollen wir nun klären, inwieweit die Tui eine Mitschuld an dem Anschlag trägt», sagte Esper.

Es ist bundesweit bislang die erste Klage im Zusammenhang mit dem Djerba-Anschlag. Bei dem Anschlag waren am 11. April 2002 insgesamt 21 Besucher der Ferieninsel ums Leben gekommen, darunter 14 Deutsche.

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