Urabstimmung
Kommunale Ärzte wollen streiken

Nach dem dreimonatigen Arbeitskampf an den Uni- Kliniken steht den Patienten in Deutschland von der kommenden Woche an ein neuer großer Ärztestreik bevor.

HB BERLIN. Bei einer Urabstimmung unter den Ärzten an Kreiskrankenhäusern und städtischen Kliniken sprachen sich 97,1 Prozent der Teilnehmer für einen Arbeitskampf aus. Das teilte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) am Samstag in Berlin mit. Die ersten Streiks sollen bereits an diesem Montag beginnen, kündigte der MB-Vorsitzende Frank Ulrich Montgomery an. Einen Notfalldienst will der Marburger Bund allerdings sicherstellen.

Im Tarifkonflikt bei den mehr als 700 kommunalen Kliniken fordert die Ärztegewerkschaft für die insgesamt 70 000 Ärzte einen eigenen Tarifvertrag, mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Für die Ärzte der Universitätskliniken hatte der Marburger Bund nach drei Monaten Streiks Mitte Juni einen eigenen Tarifvertrag durchgesetzt.

Für den Fall einer Umsetzung der MB-Forderungen für die kommunalen Krankenhäuser warnte der Deutsche Städte- und Gemeindebund vor einer „beispiellosen Kostenlawine“. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte dem Bremer „Kurier am Sonntag“, die Vereinbarung des Marburger Bundes für die Unikliniken dürfe nicht auf die kommunalen Kliniken übertragen werden. Der Interessenverband der Kommunalen Krankenhäuser (IVKK) warnte vor drohenden Arbeitsplatzverlusten in den Kliniken.

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