Eine Aktion des Handelsblatts hat das Netz in Aufruhr gebracht: 100 Künstler, Politiker, Medienschaffende und Wirtschaftsgrößen rufen zum Widerstand gegen die Piraten-Partei auf. Sie eint die Sorge um das Urheberrecht.

Kommentare

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  • Zitat Handelsblatt: "Ohne den Schutz geistigen Eigentums gäbe es wahrscheinlich weder Computer noch Internet,...“

    Das Gegenteil ist der Fall, nur weil das Internet frei genutzt werden kann, nur weil zahllose Leute Open Source Software geschrieben haben sind PC´s und das Internet so schnell und so weit verbreitet worden.

    Hat das Handelsblatt eine Lizensgebühr für die Nutzung des Hypertext Transfer Protocol und html zahlen müssen? Nö. Aber ihr nutzt freie Technolgien um eure alten Hüte zu promoten.

    Wenn einer seine Idee für geistiges Eigentum hält, dann soll er sie doch für sich behalten.

    Urheberrecht ist der geistige Spagat zwischen den Kuchen essen wollen und den Kuchen behalten um ihn noch einmal zu essen.

    Warum soll ich eine teure mit Patenten belastete und fehlerhafte Technologie benutzen wenn ich Open Source selbst verbessern und weiterentwickeln kann?

  • http://www.youtube.com/watch?v=6TG5ZoNwAg4&feature=relmfu

    ich verweise an dieser stelle (solange es noch erlaubt ist) gerne auf das video von SemperCensio... wird alles gesagt ;)

  • Hast du Probleme Hier zb. wurde gesagt ohne Patente gäbe es das Internet nicht. Derjenige der das geschrieben hat denkt wohl auch 1+1 ist 8! MIT Patenten gebe es das Urheberrecht nicht ! Ein BIOS ist Teil jedes PC´s wäre das BIOS urheberrechtlich geschützt gewesen würden wir heute Kein Intel kein Windows kennen denn dann würde jeder PC viel Teuerer sein = zu wenig käufer = Keine Soft/Hardware hersteller!
    Nachdenken über das was man schreibt gab und wird es wohl nie beim Handelsblatt geben ... !

  • Die Piraten sind eine Ansammlung frustrierter "Kinder" die rebellieren wollen... man will mal ein bischen Politik spielen, vollkommen Wurscht ob man Ahung davon hat oder nicht.

  • CDU wähler? Bestimmt Merkelfan und über 80. Vom neuen keine Ahnung Piraten sind neu muss also scheise sein ich wähl mal schön weiter CDU ...

  • Es hat sich nicht grundlos als Prinzip der "Marktwirtschaft etabliert, dass, wo eine Nachfrage entsteht, auch ein Preis gebildet wird. Und zwar auch bei Gütern, die teilbar sind oder allen zur Verfügung stehen: Bahnfahren kostet, ebenso Trinkwasser oder im Urlaub der schöne Blick aufs Meer. Was keinen Preis hat, hat in der Marktwirtschaft auch keinen Wert."

    Also das kann ich nicht so recht nachvollziehen. Müsste es nicht heißen, dass wo eine Nachfrage besteht, aber nur ein begrenztes Angebot, auch ein Preis gebildet wird? Ich denke das mit dem begrenzten Angebot ist ein entscheidener Punkt. Würde es wie im Schlaraffenland überall Nahrung geben, dann bestünde zwar weiterhin eine Nachfrage nach Nahrung, aber niemand würde dafür bezahlen, weil Nahrung frei verfügbar ist. Es bildet sich dann eben kein Preis. Mit kopierbaren Daten verhält es sich ganz ähnlich. Das Angebot ist praktisch unbegrenzt. Es finden sich keine zwei Leute, die den anderen für den Erwerb dieser Datei ausbezahlt, wenn man die Datei ohne nennenswerten Aufwand duplizieren kann.

    Also bitte, Sie sind doch das Handelsblatt. Dieser nun wirklich sehr elementare Aspekt der Wirtschaftslehre wird Ihnen doch nicht entgangen sein, oder?

    ps.: "Was keinen Preis hat, hat keinen Wert" schein eine inhaltsleere Phrase zu sein.

  • Es gäbe ohne Schutz "geistigen Eigentums" kein Internet?? Danke für den Witz der Woche ... Aber mal ganz sachlich: Zu Beginn war das Internet das, als was es gedacht war - ein Netzwerk, in dem jeder Teilnehmen gleichzeitig Konsument und Produzent ist, jeder Mensch ist ein Künstler, der seine kreativen Beiträge an andere Menschen weitergibt! Wenn ich jemandem einen Witz erzähle, dann wünsche ich mir vielleicht, dass ich beim Weitererzählen als Urheber genannt werde - ich werde aber nicht versuchen, die Verbreitung zu stoppen oder nur mit meiner Erlaubnis zu ermöglichen!

  • Hinter dieser Partei wird nicht nur die Jugend stehen, nein, viele Nichtwähler fühlen sich nach vielen Jahren mal wieder angesprochen. Bedingungsloses Grundeinkommen! Wenn die Piraten so bleiben wie sie sind, endlich Deutschland :-)

  • Nichts anderes erwartet. Warum? Weil die Lobbisten in Deutschland seit Jahren Politik machen und was hat es uns gebracht? Nichts, und dann kommt eine Partei, die nicht in deren(euer?) Bild passt und schon ist sie schlecht(war ja bei den Grünen auch nicht anders), aber so einfach ist das nicht. Denn hinter dieser Partei wird bald die Jugend eines Volkes stehn und nicht weil sie toll reden, weil man endlich begreift das man gemeinsam diese ganzen Lobbisten zum Teufel jagen kann. Wie war das doch gleich? "Wir sind das Volk!" ACTA war erst der Anfang, die nächste Generation kommt, der Wandel lässt sich nicht stoppen. Ps: Bevor man bei anderen sauber macht, sollte man erstmal bei sich alles ins Reine bringen.

  • Aus Sicht der Künstler und Kreativen ist ein neues System zur Entlohnung der produktiv Schaffenden auf jeden Fall wünschenswert: Welcher Übersetzer, welcher Schriftsteller, Maler, Bildhauer, wie viele Journalisten(!), wie viele Wissenschaftler, wie viele Grafiker, wie viele Musiker, Schauspieler etc. können von ihrer Arbeit wirklich leben? Die drumherum tätige Bürokratie (GEZ, Künstlersozialkasse, Kulturämter, Universitätsverwaltung und ähnliche) dagegen sehr wohl. Im Alltag sieht es doch - symptomatisch - oft so aus: Der/die Übersetzer/in zum Beispiel lebt in Wahrheit von Hartz IV, während der Geschäftsführer des entsprechenden Verlages oder Medienkonzerns mit einem sechsstelligen Jahresgehalt nach Hause geht. Ein Dozent an einer Fachhochschule wird mit einem Drittel des Honorars der Sekretärin abgespeist und Wissenschaftler müssen auch heute noch meist dafür ZAHLEN, dass sie ihre Arbeiten veröffentlichen "dürfen", statt Geld dafür zu bekommen... Wer profitiert hier wirklich vom aktuellen Urheberrecht? Die Piratenpartei mit ihrer Initiative wird auch von vielen Kreativen unterstützt, die nicht zu den "lucky few" gehören. Im Internet herrscht das Motto "the winner takes it all" und alle anderen gehen leer aus - deshalb haben nicht zuletzt Medienpioniere wie Jaron Lanier sich schon vor Jahren für neue Erlösstrukturen ausgesprochen, damit das Geld auch wirklich bei den Kreativen ankommt. Sprecht einmal mit Kreativen, die nicht prominent sind, dann wisst ihr, was ich meine...

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