Ursula von der Leyen
Riester-Produkte sollen attraktiver werden

Bundessozialministerin von der Leyen will die private Altersvorsorge attraktiver machen. Sie wolle sich für mehr Wettbewerb unter den Anbietern, mehr Transparenz und geringere Kosten bei Riester-Produkten einsetzen.
  • 21

MagdeburgBundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die private Altersvorsorge mit Hilfe gesetzlicher Regelungen attraktiver machen. Sie wolle sich für mehr Transparenz und geringere Kosten bei Produkten wie der Riester-Rente einsetzen - dies bedeute auch weniger Gewinn für die Anbieter, kündigte von der Leyen in einem Interview der „Magdeburger Volksstimme“ (Samstag) an. So sollten die Wechselprämien gedeckelt werden, so dass mehr Wettbewerb unter den Anbietern anstehe. Außerdem sollten die Gewinnausschüttungen in die Renten erhöht werden.

Die Maßnahmen sollen dem Bericht zufolge Bestandteil des Rentenpakets werden, dass im Mai im Kabinett verabschiedet werden soll. „Wir müssen die Anreize noch verstärken, dass es sich für mehr Menschen lohnt, privat vorzusorgen“, sagte die Ministerin.

Künftig solle außerdem die Deutsche Rentenversicherung überwachen, ob Selbstständige ausreichend vorsorgten. Laut dem Reformentwurf der Ministerin hätten Selbstständige die Pflicht, privat oder gesetzlich für eine Rente einzuzahlen, die später über dem Niveau der Grundsicherung liegt.

Zehn Jahre nach dem Start der staatlich geförderten Riester-Rente hatte die Zahl der abgeschlossenen Verträge kürzlich die 15-Millionen-Marke überschritten. Im vergangenen Jahr gab es laut dem Arbeitsministerium einen Zuwachs um 971.000. Kritikern monieren an der Riester-Rente unter anderem, dass ein großer Teil des Profits bei der Versicherungswirtschaft bleibe.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ursula von der Leyen: Riester-Produkte sollen attraktiver werden"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • richtig
    von der leyen hat 10 Jahre gebraucht um festzustellen
    das der Bürger über den Tisch gezogen wird.

  • Solche Produkte, die zwischen Politik und Wirtschaft ausgeklüngelt werden, sind für den Bürger nie interessant. Er ist dabei immer der Dumme, der ausgenommen wird. Und die Politik übernimmt für die Wirtschaft Vertrieb und Reklame.

  • Wozu "Riester-Produkte!"wenn jeder Cent abgezogen wird und Milliarden verpulvert,die Menschen gezwungen sind im Armut zu leben und verhindert sind, durch Paragraphen, zur Weiterentwicklung.All diesen Riegeln Regeln und Paragraphen müssen weg.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%