Ute Vogt
SPD-Chefin im „Ländle“ gibt Fraktionsvorsitz ab

Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen gibt die baden-württembergische SPD-Chefin Ute Vogt den Vorsitz der Landtagsfraktion ab. Allerdings stellt sie für ihren Verzicht bei der nächsten Wahl der Fraktionsspitze eine Bedingung.

HB STUTTGART. Ein Sprecher der Fraktion sagte am Dienstag, Vogt wolle ihre Nachfolge „federführend mitbestimmen“. Entschieden werde voraussichtlich im Januar bei einer Klausursitzung der Landtagsfraktion. Wer den Fraktionsvorsitz übernimmt, sei noch offen. Nach Informationen des Südwestrundfunks sind die Abgeordneten Frank Mentrup, Nils Schmid und Claus Schmiedel als Nachfolger im Gespräch.

Vogt selbst sagte, diese Entscheidung habe sie bereits bei ihrem Amtsantritt im vergangenen Jahr getroffen. „Ich wollte von Anfang an nicht die vollen fünf Jahre amtieren“, erläuterte Vogt. Sie habe zwar die Mehrheit in der Fraktion hinter sich, aber nicht die notwendige Geschlossenheit. Dies bedeute allerdings keine Vorentscheidung für die Spitzenkandidatur im Landtagswahlkampf 2011. Vogt ist bereits zweimal gegen CDU-Kandidaten unterlegen.

Vogt war erst vor wenigen Wochen als Landesvorsitzende für zwei weitere Jahre mit einem relativ mageren Ergebnis von gut 77 Prozent wiedergewählt worden. Die einstige Hoffnungsträgerin der SPD sah sich in den letzten Monaten innerparteilich anhaltender Kritik ausgesetzt.

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