VDE fordert mehr Geld für Energieforschung
Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr

Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei der Energieforschung schlecht ab. Sollten die Budgets für die Energieforschung nicht massiv erhöht werden, sieht der VDE die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland schwinden.

BERLIN. Japan investiert pro Kopf der Bevölkerung über 30 Dollar in die Energieforschung, in den USA sind es 10 Dollar. Deutschland gibt hingegen nur 6,20 Dollar dafür aus und gefährdet damit seine internationale Wettbewerbsfähigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Energieforschung 2020" vom Elektrotechnik-Branchenverband VDE.

Deutschland setzt zwar rund acht Prozent vom gesamten Forschungs- und Entwicklungsetat für Energiethemen ein und liegt damit über dem EU-Schnitt von drei Prozent. Dennoch entwickelten sich die Aufwendungen gegenläufig zu den immer dringender werdenden Problemen wie Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Importabhängigkeit. Anstatt die Energieforschung zu forcieren, seien Hochschulinstitute aufgelöst und Professorenstellen gestrichen worden, bemängelt die VDE-Studie.

Die im Koalitionsvertrag von SPD und Union vorgesehenen jährlichen Mittel von 400 Millionen Euro seien unzureichend. Notwendig sei eine kontinuierliche Erhöhung binnen fünf Jahren auf eine Milliarde Euro. „Mit den derzeitigen Mitteln für die Energieforschung können wir weder den Spitzenplatz der deutschen Industrie in der Energietechnik halten, noch die Sicherheit der Energieversorgung langfristig gewährleisten“, sagte Prof. Wolfgang Schröppel am Freitag. Stark sei Deutschland in der Forschung bei Fusionskraftwerken und alternativen Energien.

Schwerpunkte für ein langfristiges Forschungsprogramm sollen laut den Experten der Energietechnischen Gesellschaft im VDE auf einem ausgewogenen Energie-Mix, der Nutzung eigener Ressourcen und der Steigerung der Energieeffizienz liegen. Auch in die bisher nicht geförderte Forschung zum CO2-freien Kohlekraftwerk sollten ihrer Meinung nach Gelder fließen.

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