Verbände bestätigen gestiegene Nachfrage
Arbeitslose zeigen mehr Eigeninitiative

Spargel stechen, Erdbeeren pflücken, kellnern: Bislang wurden Arbeiten im Niedriglohnsektor vor allem von Ausländern verrichtet. Seit Hartz IV droht, freunden sich anscheinend mehr und mehr Arbeitslose mit Jobs an, die sie bislang unattraktiv fanden.

HB BERLIN. Bei Erwerbslosen steigt offenbar die Bereitschaft, Jobs im Niedriglohnsektor anzunehmen. Dies berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung einer Umfrage unter den Spitzenverbänden der Branchen Landwirtschaft, Gastronomie und Einzelhandel. Der Grund für die stärkere Nachfrage seien die Arbeitsmarktreformen.

Der Deutsche Bauernverband registriert ein gestiegenes Interesse von potenziellen Arbeitslosengeld-II-Empfängern als Erntehelfer zu arbeiten. In großen Betrieben wurde bereits nachgefragt, ob es Arbeit gibt, sagte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner.

Die deutschen Landwirte beschäftigten zurzeit etwa 280 000 Erntehelfer aus Osteuropa. Der Anteil deutscher Saisonkräfte auf den Feldern sei dagegen verschwindend gering. „Erst jetzt, durch die Diskussion über die Kürzungen staatlicher Leistungen, spüren wir einen Umschwung“, sagte Sonnleitner. Der Stundenlohn eines Erntehelfers liegt nach Angaben des Bauernverbandes bei durchschnittlich 5,50 Euro brutto. Sämtliche Versuche, über die Arbeitsagenturen deutsche Arbeitskräfte für die Feldarbeit zu finden, seien in der Vergangenheit fehlgeschlagen, so der Bauernpräsident.

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