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Wirtschaft kritisiert Rentenpolitik

Zwar sei die Erhöhung für die Rentner erfreulich, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt der „Bild“-Zeitung. Der ausgesetzte Riesterfaktor müsse aber in den kommenden Jahren nachgeholt werden. Das sei unverzichtbar, um die Rentenversicherung langfristig bezahlen zu können.

HB BERLIN. Ähnlich äußerte sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). „Das Aussetzen des Riesterfaktors war und ist falsch“, sagte DIHK-Präsident Martin Wansleben dem Blatt zufolge. Der Schritt koste die Beitragszahler bis 2013 insgesamt zwölf Mrd. Euro.

Der dämpfend wirkende Riesterfaktor, der den Einfluss privater Zusatzversicherungen berücksichtigt, wirkte in diesem Jahr nicht, da er vom Bundestag für 2008 und 2009 ausgesetzt wurde. Hätte er gewirkt, wäre die Rentenerhöhung in diesem Jahr mit rund 1,8 im Westen beziehungsweise 2,7 Prozent im Osten deutlich geringer ausgefallen. Vorgesehen sind jetzt 2,41 Prozent und in Ostdeutschland 3,38 Prozent. Zuletzt stiegen die Renten in den 90er Jahren so stark.

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