Verbesserungsvorschläge
IfW-Chef Snower unterstützt Kombilöhne

Kombilöhne können aus Sicht des Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower, helfen, Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Durchdachte Modelle lohnen sich“, sagte Snower dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. „Je länger Menschen keine Arbeit haben, desto mehr kosten sie den Staat. Die Subventionen, die im besten Fall Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren, kann der Staat sich also leisten – schließlich spart er dafür Arbeitslosenunterstützung.“

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SP) will bis zum Herbst ein Kombilohn-Modell vorlegen. Das niedersächsische Modell, das bereits am Samstag an den Start geht, begrüßt Snower grundsätzlich. „Deutschland ist föderal organisiert. Warum sollten wir das nicht nutzen und experimentieren?“, sagte er. „Wir können aus Niedersachsen nur lernen.“ Dafür müssten die Erkenntnisse aber dringend evaluiert werden.

Der Ökonom hat schon jetzt einige Verbesserungsvorschläge. „Die Höhe der Subvention sollte von der Dauer der Arbeitslosigkeit abhängen“. Man solle so agieren, wie bei Steuern: „Je ärmer jemand ist, desto weniger Steuern zahlt er. Je länger er keine Arbeit hat, desto mehr sollte er subventioniert werden.“

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