Verbraucherschützer kündigen Widerstand an
Länder prüfen Anträge für Strompreise kritisch

Die Stromkonzerne müssen mit einer scharfen Kontrolle ihrer zum Jahreswechsel beantragten Preiserhöhungen rechnen. Das Wirtschaftsministerium von Nordrhein-Westfalen (NRW) kündigte am Dienstag eine „sehr sorgfältige Prüfung“ an.

juf DÜSSELDORF. Mit einer Entscheidung sei Ende des Jahres zu rechnen. Das Wirtschaftsministerium von Hessen erklärte, es werde die Anträge „äußerst kritisch unter die Lupe nehmen“ und „sehr restriktiv“ vorgehen.

In den vergangenen Tagen hatten Regionalversorger und Stadtwerke auf breiter Front Anträge für Strompreiserhöhungen zum ersten Januar eingereicht. In den meisten Bundesländern müssen sie sich die Tarife für Haushaltskunden bei den Wirtschaftsministerien genehmigen lassen. Nach Angaben aus Branchenkreisen wollen die Versorger die Tarife im Schnitt um fünf bis sieben Prozent, in Einzelfällen aber auch höher anheben. Sie begründen dies vor allem mit gestiegenen Brennstoffkosten in den Kraftwerken.

Allein bei den zu Eon und RWE gehörenden Versorgern sind über 15 Millionen Kunden von den Plänen betroffen. RWE stellte Anträge für die Versorger Rhein-Ruhr und Westfalen-Weser-Ems in Nordrhein-Westfalen, Envia-M in Sachsen, Süwag in Hessen, Energis im Saarland und den Lechwerken in Bayern. Eon plant Erhöhungen bei den Regionalversorgern Eon Bayern, Eon Westfalen-Weser-Ems, Teag in Thüringen, Avacon und Eon Hanse in Norddeutschland, EAM Energie in Hessen und Edis in Nord-Ostdeutschland. Hinzu kommen zahlreiche unabhängige Stadtwerke. Allein dem NRW-Wirtschaftsministerium liegen 95 Genehmigungsanträge vor.

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