Verbraucherzentralen
Bürger haben 2007 fast 24 Milliarden Euro weniger in der Tasche

Nach Berechnungen der Verbraucherzentralen werden die Bundesbürger im kommenden Jahr fast 24 Milliarden Euro weniger Geld in der Tasche haben. Gründe sind die Steuererhöhung und andere Posten.

HB BERLIN. Nach Berechnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) steigt die Belastung der Verbraucher 2007 um 23,65 Milliarden Euro. Pro Kopf sind das 287 Euro, sagte die vzbv-Vorsitzende Edda Müller.

In die Rechnung eingegangen sind die Anhebungen von Mehrwert- und Versicherungssteuer, die Rentenbeitragserhöhung, Kostensteigerungen für Arzneimittel, die Einschränkung der Pendlerpauschale und des Kindergeldes sowie die Halbierung des Sparerfreibetrags. Entlastend wirken dagegen etwa das Elterngeld und die Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Noch nicht berücksichtigt sind die Teuerung von Heizöl, Benzin oder Strom.

Müller kritisierte die zusätzliche Belastung für die Bürger scharf. Für Arbeitslose oder Arbeitnehmer, die mit ihrem Einkommen gerade so ihren täglichen Bedarf decken könnten, „wird dies eins zu eins zu einem Rückgang der Konsumausgaben führen“, sagte sie. Zudem müsse man bedenken dass auch noch andere Preissteigerungen wie etwa bei Strom und Gas, bei der Bahn und im Nahverkehr, bei der Abfallentsorgung und den Wassergebühren anstünden.

Müller bezeichnet die Mehrwertsteuererhöhung als Gift für die sich belebende Binnenkonjunktur. Sie räumte zwar ein, dass Menschen mit höherem Einkommen, die ihr Geld wegen Misstrauens in die wirtschaftliche Gesamtentwicklung bisher lieber auf die hohe Kante gelegt hätten, nun „leichtfertiger oder großzügiger in den Konsum gehen“. Doch fügte sie hinzu: „Aber da, wo das Einkommen den Lebensunterhalt deckt, kommt es natürlich zu Einbußen.“

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