Verdächtiger freigelassen Terrorverdacht ist „allenfalls sehr vage“

Auf einer arabischsprachigen Internetseite ist zu lesen, dass ein Flüchtling aus Unna für den IS gearbeitet haben soll. Der Mann wurde festgenommen, kurz darauf aber wieder freigelassen. Nun soll die Quelle ermittelt werden.
Der 31-Jährige ist aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden- Er bestreitet, Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat zu sein. Die Behörden konnten eine Mitgliedschaft nicht belegen. Quelle: dpa
Verdächtiger wieder frei

Der 31-Jährige ist aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden- Er bestreitet, Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat zu sein. Die Behörden konnten eine Mitgliedschaft nicht belegen.

(Foto: dpa)

Unna/DortmundEin kurzzeitig wegen Terrorverdachts festgenommener Flüchtling aus Unna ist wieder frei. Dem 31-jährigen Syrer war auf einer arabischsprachigen Internetseite vorgeworfen worden, für die Terrormiliz IS gearbeitet zu haben. Daraufhin wurde er am Donnerstag festgenommen, am gleichen Tag aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung könne nicht überprüft werden, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Henner Kruse am Freitag. Der 31-Jährige habe bestritten, Mitglied des IS zu sein.

Die Behörden könnten eine Mitgliedschaft nicht belegen. „Der Verdacht ist allenfalls sehr vage“, sagte Kruse weiter. Auf solchen Internetseiten würden wohl viele Leute denunziert. Dies sei nicht unüblich. Dem Bundeskriminalamt sei die betreffende Seite unbekannt. Nun soll unter anderem die Quelle dieser Seite ermittelt werden.

„... dann ist das nicht mein Land.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 31. August in Berlin
1 von 10

„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

Angela Merkel in der „Rheinischen Post“ am 10. September
2 von 10

„Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze. Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.“

CSU-Chef Horst Seehofer im „Spiegel“ am 11. September zum Entschluss Merkels, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kommen zu lassen
3 von 10

„Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“

Merkel am 15. September in Berlin
4 von 10

„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am 6. Oktober
5 von 10

„Die Bundeskanzlerin hat ja nicht gesagt: Wir schaffen das mit links.“

Auf einem Plakat von CDU-Mitglieder am 14. Oktober bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz
6 von 10

„Flüchtlingschaos stoppen - Deutsche Kultur + Werte erhalten - Merkel entthronen“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der „Welt“ am 19. Oktober
7 von 10

„Die Flüchtlingskrise ist die größte Herausforderung, vor der Deutschland je stand. Größer als die Wiedervereinigung. Damals trafen Menschen aufeinander, die alle Deutsch sprachen und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten. Das ist heute anders.“

Kruse geht davon aus, dass der 31-Jährige wieder zu seinen Familienangehörigen in einer Flüchtlingsunterkunft zurückgekehrt sei. Er habe angegeben, erst vor 20 Tagen nach Deutschland gekommen zu sein.

  • dpa
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%