Verdi-Chef sieht bis zu einer halben Million Stellen gefährdet
Bsirkske warnt vor 42-Stunden-Woche

Verdi-Chef Bsirske rechnet mit einem Verlust von bis zu einer halben Million Stellen im öffentlichen Dienst, sollte in Deutschland die 42-Stunden-Woche eingeführt werden.

HB BERLIN. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, warnt vor längeren Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst. Die Einführung einer 42-Stunden-Woche sei «blanker Unsinn und das Falscheste, das man in der gegenwärtigen Situation tun muss», sagte Bsirske im Deutschlandfunk.

Bsirske bezog sich dabei auf die vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) angekündigte Einführung der 42-Stunden-Woche für die Beamten des Bundeslandes. Koch hatte angekündigt, dass damit bis 2008 in Hessen jede 14. Stelle gestrichen werden soll.

Bsirske sagte, eine zehnprozentige Arbeitszeitverlängerung würde in Deutschland zwischen 400.000 und 500.000 Arbeitsplätze kosten, wenn man Kochs Rechnung auf den gesamten öffentlichen Dienst übertrage.

Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte sei in hohem Maße selbst verschuldet. Man dürfe deshalb nicht mit dem Argument der klammen öffentlichen Haushalte permanent Lohnkürzungen und längere Arbeitszeiten rechtfertigen, so Bsirske. Der Verdi-Chef forderte erneut die Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%