Verdi greift DGB an
Gewerkschafter bestreiken Gewerkschaft

Dass Verdi zu einem Warnstreik aufruft ist nicht ungewöhnlich. Dass der Deutsche Gewerkschaftsbund nun bestreikt wird schon. Der DGB, der gerne hohe Löhne fordert, drückt bei einer Tochterfirma auf die Kostenbremse.
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DüsseldorfVoller Selbstbewusstsein sind die Gewerkschaften ins Tarifjahr 2013 gegangen. Die gute Konjunktur, so der Tenor, müsse auch die Portemonnaies der Arbeitnehmer füllen. Michael Sommer, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), posaunte im Gefühl der Stärke: „Die Gewerkschaften werden die Tarifverhandlungen in diesem Jahr sehr selbstbewusst führen und, falls nötig, auch mit aller Konsequenz.“

Nur zehn Tage später merkt der DGB-Chef wie recht er hatte. Denn die Gewerkschaft Verdi – selbst Mitglied im Gewerkschaftsbund – hat die rund 750 Beschäftigten der DGB Rechtsschutz GmbH für Dienstag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Ab 14 Uhr ist eine Kundgebung vor der DGB-Zentrale am Hackeschen Markt in Berlin geplant. Die Forderung lautet: Wir wollen mehr Lohn.

Verdi reagiert mit dem Streik auf das Angebot für die Mitarbeiter der DGB Rechtsschutz GmbH, einer Tochter des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Ihnen wurden in der zweiten Verhandlungsrunde im Januar 2013 lediglich eine Lohnsteigerung von 0,9 Prozent für zwölf Monate angeboten. Die GmbH unterhält bundesweit 111 Büros und 48 Service-Points. Sie ist zuständig für Gewerkschaftsmitglieder, die Rechtsschutz benötigen.

„Dieses Angebot ist völlig unzureichend – es für nicht weiter verhandelbar zu erklären, ist eine Provokation“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Gerd Denzel. „Die Beschäftigten sind die Zeitspielerei leid und wollen endlich ein verhandlungsfähiges Angebot sehen.“ Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten.

Die Beschäftigten kritisieren besonders, dass Mitglieder des DGB sich in den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für 6,5 Prozent mehr Geld einsetzen, bei der DGB-Tochter aber nur 0,9 Prozent mehr zahlen wollten. Die Arbeitgeber bezeichneten die Forderung als unbegründet. Seit Anfang 2010 seien die Gehälter der Beschäftigten um 6,8 Prozent gestiegen.

Der FDP-Politiker Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, nutzte den Umgang des Gewerkschaftsbundes mit der eigenen Tochter zu einer Attacke via Twitter. „Wein trinken, Wasser predigen: #DGB will eigenen Mitarbeitern nur 0,9% Lohnerhöhung geben“, kommentierte Otto. Andere sehen es ähnlich:

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Streich im öff. Dienst. Betroffen sind ja auch Schulen, die durch die Politiker absichtlich "vernichtet" werden. PISA hat laufend schon festgestellt, das die deutschen Politiker die Bildung in Deutsxchland für Deutsche abschaffen! Es ist Schulpflicht in Deutschland. Bei Streeiks fällt also der Unterreicht aus. Warum werden die Politiker hier nicht wegen absichtlicher, vorsätzlicher Verletzung der Schulplicht angeklagt? Wo bleiben hier die Juristen? Für Straftäter sind sie da und für Kinder?

  • Die streikenden sind über Ver.di mittelbar im DGB. Soll er sie jetzt gegen sich selbst vertreten?

  • Die Leute machen den Fehler den DGB für ein Wohlfahrtsunternehmen zu halten. Das ist er aber nicht, sondern Vertritt NUR die zahlenden Mitglieder. Das ist vollkommen OK und natürlich ist bei Gewerkschaften auch Sand im Getriebe - genau wie bei anderen Betrieben auch. Daß sich Gewerkschaften als Sozialengel darstellen gehört zur Masche, genau wie Autoherstelle ihre Modelle blue oder grün- Irgendwas nennen und sich als Umweltschützer darstellen.

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