Verdi hat internen Beratungsbedarf
Tarifgespräche im Öffentlichen Dienst vertagt

HB BERLIN. Die für Freitagabend in Frankfurt angesetzte Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes ist kurz nach dem Zusammentreffen von Gewerkschaften und Länder-Vertretern abgebrochen worden. Die Gewerkschaft Verdi hatte erst internen Beratungsbedarf angemeldet. Die Ländervertreter reisten daraufhin ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 14. April in Berlin angesetzt.

Der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), sagte der dpa, wenn man Vorbesprechungen brauche, dann müsse man das vorher machen. Man habe auf Verdi eineinhalb Stunden gewartet.

In die nächste Verhandlungsrunde gingen die Arbeitgeber «völlig vorbehaltlos», sagte Möllring. Als Konfliktpunkte nannte er die zum Teil völlig unterschiedlichen Auffassungen über das Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie über die Arbeitszeiten. Die Länder bräuchten Öffnungsklauseln in einem Tarifvertrag. Damit könnten sie von den dort vereinbarten Regelungen abweichen.

Die Gewerkschaften - neben Verdi noch die Tarifunion des Beamtenbundes (dbb) - zeigten sich verwundert über das Verhalten der Arbeitgeber. Die Tarifgespräche waren nach Aufforderung der Gewerkschaften zustande gekommen. Ihr Ziel ist es, den Anfang Februar in Potsdam ausgehandelten Tarifvertrag für die 2,3 Millionen Arbeiter und Angestellten des Bundes und der Kommunen auf die Länder zu übertragen.

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