Verdi will ein Angebot von den Arbeitgebern erzwingen
Am Samstag bleiben die Briefkästen leer

Bei hunderttausenden von Haushalten in Nordrhein-Westfalen wird am Samstag der Briefkasten leer bleiben. Die Gewerkschaft Verdi hat 2 000 Postboten dazu aufgerufen, sich an den bislang umfangreichsten Warnstreiks zu beteiligen.

HB DÜSSELDORF. Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post unmittelbar vor der voraussichtlich entscheidenden Verhandlungsrunde ihre bislang umfangreichsten Warnstreiks angekündigt. Hunderttausende von Haushalten würden in Nordrhein- Westfalen am Samstag ohne Post bleiben, kündigte die Gewerkschaft an. Sie rief 2 000 Briefzusteller auf, sich an dem Ausstand zu beteiligen. Rund zwei Millionen Sendungen würden damit über Pfingsten nicht die Empfänger erreichen.

Betroffen seien unter anderem Briefzentren in Köln, Düsseldorf und Dortmund. Mit dem bislang größten Warnstreik in der laufenden Tarifrunde wolle die Gewerkschaft Kampfbereitschaft demonstrieren. Mit den umfangreichsten Ausständen unmittelbar vor den wohl entscheidenden Tarifgesprächen Anfang Juni wolle man die Post dazu bewegen, ein Angebot vorzulegen, sagte eine Verdi-Sprecherin.

Schon in der Nacht zum Freitag hatte Verdi ihre Warnstreiks erneut ausgeweitet und damit nach eigenen Angaben die Zustellung von bis zu sechs Millionen Briefsendungen verzögert. In Bayern hätten rund 1 000 Beschäftigte in zahlreichen Post-Verteilstellen am vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Unter anderem seien Zentren in München, Nürnberg, Regensburg, Ulm und Würzburg betroffen gewesen. Dadurch seien ersten Schätzungen zufolge bis zu sechs Millionen Briefsendungen verspätet ausgeliefert worden.

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