Vereidigung des neuen Bundespräsidenten
Alle Blicke richten sich auf Gauck

In Berlin legt der neue Bundespräsident heute seinen Amtseid ab. Mit Spannung wird Joachim Gaucks erste politische Grundsatzrede als Staatsoberhaupt erwartet, in der er die Schwerpunkte seiner Arbeit skizzieren wird.
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BerlinDer neue Bundespräsident Joachim Gauck wird heute (Freitag/09.00) vor Bundestag und Bundesrat vereidigt. Während der etwa einstündigen gemeinsamen Sitzung im Reichstagsgebäude wird der frühere DDR-Bürgerrechtler voraussichtlich auch einige Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit skizzieren.

Seine erste größere Rede als Staatsoberhaupt wird mit Spannung erwartet. Danach will die Bundeswehr Gauck vor dem Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, mit militärischen Ehren begrüßen.

Gauck ist der 11. Präsident der Bundesrepublik Deutschland und mit 72 Jahren das bisher älteste Staatsoberhaupt bei Amtsantritt. Er ist Nachfolger von Christian Wulff, der nach nur 20 Monaten im Amt zurückgetreten war.

Der ehemalige Pastor und frühere Chef der Stasi-Unterlagenbehörde war von einer breiten Koalition aus Union, SPD, Grünen und FDP nominiert und am 18. März von der Bundesversammmlung gewählt worden.

Bisher hat der parteilose Gauck vor allem seine Erfahrung mit der DDR-Diktatur thematisiert und sich als „Liebhaber der Freiheit“ bezeichnet. Nun wird erwartet, dass er sich auch anderen Themen öffnet und aktuelle Probleme wie die Schuldenkrise, die Zukunft des Sozialstaats oder die Forderung nach einem NPD-Verbot anspricht.

Auch die Integration von Muslimen und anderen Zuwanderern, die seinem Vorgänger besonders wichtig war, dürfte er bald thematisieren. Zu seiner ersten Auslandsreise als Bundespräsident wird Gauck am Montag in Polen erwartet.

Er hat bereits mehrfach betont, dass ihm das deutsch-polnische Verhältnis besonders am Herzen liege. Antrittsbesuche in Frankreich und anderen Nachbarländern werden voraussichtlich bald folgen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Gefasel liegt wohl eher auf Seiten der Kommentatoren. Intelligente Menschen wissen zwischen der Organisation Kirche und christlichen Werten und Glaubensinhalten wohl zu unterscheiden. Und wenn man Behauptungen aufstellt, dann sollte man sie auch belegen. Sonst werden sie zu bloßer Polemik. Jedenfalls waren unter den Vätern der Bundesrepublik Deutschland (des ersten funktionierenden demokratischen Rechtsstaates auf deutschem Boden) eine ganze Reihe bekennender Christen. Das wollen wir hier mal festhalten.

  • In einem Interview habe ich mir eine Gauck Predigt schon anhören müssen.

    Natürlich faselte er von Gott und christlichen Werten.

    Erinnert sich noch jemand, dass die Demokratie gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen erkämpft wurde? Seine Werte sind ebenfalls keine Erfindung des Christentums, denn sie sind annektiert worden. Jede nachfolgende Kultur entwickelt sich aus der vorhergehenden. Keine Generation erfindet das Rad neu, sondern greift auf das zurück, was vor ihr war. Sei es in direkter Übernahme, sei es in modifizierter Übernahme, sei es in bewußter Absetzung. Aber das Bezogensein auf das Vorhergehende ist zwangsläufig.

    Schon beginnen wieder die Probleme. Ein “Parteiloser” ist Präsident? Von wegen. Beide Kirchen buhlen schon jetzt um gute Mitwirkung.

  • Da haben wirs wieder. Deutschlands Medienlieblinge: Die überflüssigsten Beamten: Die Grüßer vom Dienst.
    Atemlos warten die Brot- und Präsidenten-Spiele-Konsumenten auf die Antrittsrede eines Aktenmannes: Thema: Freiheit.
    Jetzt müßte aber auch der Akten-Zoni bemerkt haben, dass Deutschland schon seit Jahrzehnten ein freies Land ist, und sein Heimatregime nicht mehr an der Macht ist.

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