Vereidigung im Reichstag
Neuer Bundespräsident tritt sein Amt an

Der neunte Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Horst Köhler, tritt an diesem Donnerstag sein Amt an. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wird Köhler in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat im Reichstag vereidigen.

HB BERLIN. Anschließend hält er seine Antrittsrede. Der 61-jährige ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds war am 23. Mai auf Vorschlag von Union und FDP von der Bundesversammlung zum Nachfolger von Johannes Rau gewählt worden, der nicht mehr kandidierte.

Die Bundeswehr hatte Rau am Dienstagabend mit dem Großen Zapfenstreich feierlich verabschiedet. Das Musikkorps der Bundeswehr und der Spielmannszug des Musikkorps, die Waffenzüge und Fackelträger des Wachbataillons des Verteidigungsministeriums waren unter den Klängen des „Yorkschen Marsches“ von Ludwig van Beethoven im Park des Schlosses Bellevue aufmarschiert.

Politiker von Rot-Grün würdigten die fünfjährige Amtszeit Raus. Er habe sich als Bundespräsident „herausragende und bleibende Verdienste um das Ansehen Deutschlands in der Welt erworben“, erklärte Außenminister Joschka Fischer (Grüne). Er hob besonders das Engagement Raus für die Beziehungen zu Israel und Polen hervor. Die SPD würdigte Rau als herausragende Persönlichkeit und politischen Bürgerpräsidenten. Die Grünen-Vorsitzenden Angelika Beer und Reinhard Bütikofer sagten: „Er hat Brücken geschlagen.“

An seinem letzten Amtstag hatte Rau keine offiziellen Termine. Er sah sich sein neues Büro in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte an, das ihm als Alt-Bundespräsident zusteht.

Köhler wird zunächst mit einem Provisorium leben müssen. Schloss Bellevue ist für 15 Monaten wegen einer umfassenden Sanierung geschlossen. Sein Amtszimmer bezieht Köhler vorübergehend im Präsidialamt. Für größere offizielle Anlässe steht das Schloss Charlottenburg zur Verfügung. Kleinere Veranstaltungen werden in das Gästehaus des Auswärtigen Amtes nach Berlin-Dahlem verlegt.

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