Vergabe von Mobilfunk-Frequenzen
Bundesnetzagentur fordert Einigung bei Breitbandausbau

Die Bundesnetzagentur will im zweiten Quartal 2015 Mobilfunk-Frequenzen versteigern. Die Vergabe erfordert jedoch einen Konsens zwischen Bund und Ländern. Die Behörden mahnen: Deutschland hat keine Zeit zu verlieren.
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BerlinDer Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat die Politik aufgefordert, beim Breitbandausbau keine Zeit zu verlieren. „Ich möchte nicht, dass Deutschland beim Ausbau der mobilen Breitbandnetze zurückfällt und hoffe deshalb auf eine baldige Einigung mit den Ländern“, sagte Homann dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Die Bundesnetzagentur will voraussichtlich im zweiten Quartal kommenden Jahres Mobilfunk-Frequenzen versteigern. Die Vergabe der 700-MHz-Frequenzen, die derzeit noch durch den Rundfunk genutzt werden, erfordert jedoch einen Konsens zwischen Bund und Ländern.

„Die Bundesnetzagentur hat ihre Hausaufgaben gemacht. Sobald die letzten offenen Fragen mit den Ländern geklärt sind, werden wir das Vergabeverfahren einleiten“, kündigte Homann an. Derzeit streiten Bund und Länder noch, wie die möglichen Erlöse verteilt werden sollen. Bundesinfrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) würde damit gerne den Ausbau des Glasfasernetzes finanzieren. Die Länder beanspruchen aber einen Teil des Geldes für sich.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

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