Verhandlungen in kritischer Phase
Modernisierung der Bundeswehr-IT auf der Kippe

Bis zum morgigen Mittwoch wollen sich Verteidigungsministerium und das Firmenkonsortium Isic 21 endgültig auf einen Vertrag zur Modernisierung der Bundeswehr-Kommunikationstechnik einigen.

HB BERLIN. Das Verteidigungsministerium droht inzwischen, die Verhandlungen mit dem Konsortium platzen zu lassen, sollte es am Mittwoch nicht zu einem Kompromiss kommen. Bis dahin werde auf höchster Ebene gerungen. Das Ergebnis der Gespräche sei offen. Bereits für März war ein Abschluss angekündigt werden.

Streitpunkt ist ist das Preis-Leistungsverhältnis. Dem Konsortium wird aus der SPD vorgeworfen, beim Auswahlverfahren 2002 mehr Angebote als die Konkurrenz gemacht, aber nicht eingehalten zu haben. Der CDU- Haushaltsexperte Dietrich Austermann hält das Projekt für „größenwahnsinnig“.

Die Kosten für „Herkules“ werden auf 6,5 Mrd. Euro in den nächsten zehn Jahren beziffert. Es ist das größte Einzelprojekt der Bundeswehrreform. Die Streitkräfte sollen mit neuer Datenverarbeitung ausgerüstet und die Technik von Heer, Luftwaffe und Marine vernetzt werden. Dabei werden 300 000 Telefonanschlüsse und 100 000 Computer überarbeitet. Rund 5 000 Bundeswehrangestellte sollen unter das Dach einer Firma kommen, die zu 49,9 Prozent dem Bund und zu 50,1 Prozent den beteiligten Unternehmen gehört.

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