Verhandlungen über Schwarz-Grün in Hamburg
Beust und Goetsch wollen es versuchen

Das erste schwarz-grüne Koalition auf Länderebene rückt näher: Die Spitzen von CDU und Grünen in Hamburg kündigten jetzt an, über ein Regierungsbündnis verhandeln zu wollen. Es gebe „Berührungspunkte,“ heißt es.

HB HAMBURG. Eineinhalb Wochen nach der Hamburger Bürgerschaftswahl kamen CDU und Grüne zu einem Sondierungsgespräch zusammen, um Chancen für das erste schwarz-grüne Bündnis auf Landesebene auszuloten. „Wir haben eine Reihe von Kompromissmöglichkeiten ausgelotet“, sagte Bürgermeister Ole von Beust nach dem fast siebenstündigen Gespräch.

Beust lobte die gute und freundliche Atmosphäre bei dem Treffen. Es gebe aber auch noch unterschiedliche Auffassungen. CDU-Landeschef Michael Freytag erklärte, was die Parteien trenne, sei überbrückbar. „Frischer Wind für Hamburg ist zu spüren“, sagte Freytag.

Die Grünen zeigten sich etwas zurückhaltender. „Wir haben Perspektiven entwickelt, aber auch Dissense festgestellt“, sagte Fraktionsvorsitzende Christa Goetsch. Es komme nun darauf an, die richtigen Lösungen zu finden.

Das letzte Wort bei den Grünen hat die Parteibasis, die an diesem Donnerstag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheidet. Der CDU-Vorstand will sich ebenfalls an diesem Donnerstag festlegen.

Bereits am Dienstag hatten sich Politiker von CDU und SPD getroffen, um Möglichkeiten einer Großen Koalition zu besprechen. Bei der Wahl am 24. Februar hatte die CDU ihre absolute Mehrheit verloren. Nach dem amtlichen Endergebnis erreichten bei der Wahl am 24. Februar die CDU 42,6 Prozent, die SPD 34,1, die Grünen 9,6 und die Linke 6,4 Prozent.

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