Verhandlungen werden fortgesetzt
Bewegung im Metalltarifkonflikt

Die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie sind am späten Donnerstagabend in Sindelfingen nach zweistündiger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Begleitet wurde die Verhandlungsrunde am Donnerstag von massiven Warnstreiks. An den bundesweiten Protesten beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben weit mehr als 300 000 Beschäftigte.

HB SINDELFINGEN. Wie die Sprecher von Gewerkschaft und Arbeitgebern sagten, würde nun in kleiner Runde mit jeweils vier Vertretern auf jeder Seite weiterverhandelt. Die Beteiligten hatten sich zuvor mit ihren jeweiligen Verhandlungskommissionen für gut zwei Stunden zu Beratungen im kleinen Kreis zurückgezogen. Ob die Arbeitgeber wie angekündigt ein neues Angebot vorgelegt hatten, war nicht zu erfahren.

Beide Seiten hatten zu Beginn der Verhandlungen ihren Willen zur Einigung deutlich gemacht. Über den Stand der Verhandlungen wurde offiziell aber nichts bekannt. Aus Gewerkschaftskreisen verlautete, die Arbeitgeber hätten zunächst kein neues Angebot vorgelegt.

Am Verhandlungsort traf auch Gewerkschaftschef Jürgen Peters ein. Fragen über den Verhandlungsstand wollte Peters nicht beantworten. Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber war in Sindelfingen ebenso anwesend wie Gesamtmetall-Chef Martin Kannegieser. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld für die 3,4 Mill. Beschäftigten in Deutschlands Schlüsselindustrie.

Der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann sagte, die Gespräche seien der letzte Versuch, in freien Verhandlungen zu einer Lösung zu kommen. Die Gewerkschaft sei bereit, auf ein Ergebnis hin zu verhandeln. Er forderte von den Arbeitgebern die Vorlage eines verbesserten Angebots: „Jetzt sind die Arbeitnehmer endlich dran.“ Hofmann sagte, er sehe eine Chance von 50 zu 50 für eine Einigung.

Der Verhandlungsführer des regionalen Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Jan Stefan Roell, sagte, er habe den Eindruck, dass die Gewerkschaft an einer Lösung interessiert sei. „Ich sehe gute Chancen, dass wir heute zu Ende kommen.“ Das Ergebnis dürfe die Betriebe in der Zukunft nicht zu stark belasten.

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