Verhinderte Bahnanschläge
Kofferbomben: Haftbefehl gegen Verdächtigen aufgehoben

Neue Entwicklung im Fall der gescheiterten Kofferbomben-Anschläge: Der Haftbefehl gegen einen der Verdächtigen ist überraschend aufgehoben worden.

HB KARLSRUHE. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Der Verdacht gegen den in Konstanz festgenommenen syrischen Studenten habe sich nicht aufrechterhalten lassen. Die Ermittlungen gegen Fadi A.S. würden aber fortgesetzt.

Nach Angaben seines Anwalts Wolfgang Ferner beruhte der bisherige Verdacht gegen seinen Mandanten auf angeblichen Aussagen des im Libanon festgenommenen Mitbeschuldigten Jihad Hamad. Danach sei Fadi mit dem Hauptbeschuldigten Youssef Mohamad El Hajdib gut befreundet gewesen und habe ihm seinen Computer zur Verfügung gestellt.

Zusammen mit El Hajdib soll Fadi im Internet nach Anleitungen zum Bombenbau recherchiert haben. Nach diesen Anleitungen seien die bei den missglückten Anschlägen verwendeten Spreng-und Brandvorrichtungen gebaut worden. Aus diesen „völlig vagen Angaben“ hätten die Ermittler den Schluss gezogen, Fadi sei in die Attentatspläne eingeweiht gewesen, so der Anwalt.

Damit sitzt in Deutschland nur noch der in Kiel festgenommene El Hajdib in Untersuchungshaft. Die Anwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben jedoch weiterhin gegen alle drei Beschuldigte wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, des versuchten Mordes in einer Vielzahl von Fällen und des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Den Männern wird vorgeworfen, Ende Juli zwei funktionsfähige Kofferbomben in zwei Nahverkehrszügen deponiert zu haben. Offenbar auf Grund eines Konstruktionsfehlers explodierten die Sprengsätze aber nicht.

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