Verkehrspolitische Debatte
Tiefensee schweigt zu Bahn-Börsengang

Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat sich in seiner ersten Bundestagsrede keinen Kommentar zum geplanten Börsengang der Deutschen Bahn abgegeben.

HB BERLIN. Man wolle die Bahnreform zügig vorantreiben, sagte der Minister am Donnerstagabend allgemein, ohne den Börsengang überhaupt zu erwähnen. Auch auf den von Bahnchef Hartmut Mehdorn erwogenen - und von Tiefensee gebremsten - Umzug der Bahn-Zentrale von Berlin nach Hamburg ging der Minister nicht ein. Im Koalitionsvertrag war noch in der Schlussabstimmung die Passage zum Bahn-Börsengang so geändert worden, dass dieser jetzt als Ziel verankert ist. Zunächst war nur von der „Frage“ des Bahn-Börsengangs die Rede, die auch anhand eines Gutachtens geklärt werden müsse.

Die noch unveröffentlichte Studie im Auftrag des Bundes untersucht verschiedene Varianten des Börsengangs mit und ohne Schienennetz. Kenner des Papiers bezeichnen einen Börsengang mit Netz bereits für 2007 als möglich. Die Grünen und die FDP drängen auf eine Trennung von Netz und Betrieb, weil sie sich davon mehr Wettbewerb auf der Schiene versprechen. In der Vergangenheit waren sie dabei von Unionspolitikern und auch aus der SPD unterstützt worden. In der Debatte gab es von deren Seite aber keine klaren Aussagen. Bahnchef Mehdorn hält eine Privatisierung nur mit Netz für sinnvoll.

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