Vermittlungsausschuss

Knappes Ja für CO2-Speicherung

Nach jahrelangem Streit könnte die umstrittene unterirdische Speicherung von Kohlendioxid (CO2) doch noch in Deutschland möglich werden. Die Billigung vom Bundesrat ist aber noch offen.
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Kohlekraftwerk Schwarze Pumpe in Spremberg. Die Speicherung von CO2-Emissionen aus der Industrie in unterirdischen Speichern birgt Risiken. Quelle: ap

Kohlekraftwerk Schwarze Pumpe in Spremberg. Die Speicherung von CO2-Emissionen aus der Industrie in unterirdischen Speichern birgt Risiken.

(Foto: ap)

BerlinDer Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat billigte am Mittwochabend einen Kompromiss, der die testweise Einlagerung von Kohlendioxid in ehemaligen Gasspeichern erlauben würde, wie Umweltminister Peter Altmaier bestätigte. Allerdings stimmten lediglich 17 Bund und Länder-Vertreter im Ausschuss mit Ja, dies ist die knappste mögliche Mehrheit. Damit ist ein Gesetz weiter in der Schwebe, da die Länderkammer dem Kompromiss noch billigen muss und die Mehrheitsverhältnisse dort nicht dem Ausschuss entsprechen.

Eigentlich sollte mit dem Gesetz vor allem dem Braunkohleverstromer Vattenfall in Brandenburg entgegengekommen werden, der eine CCS-Testanlage (Carbon Capture and Storage) geplant hatte. Der Konzern hatte das Projekt jedoch bereits abgesagt, da ihm bereits der ursprüngliche Entwurf nicht weit genug ging. Ein Gesetz könnte dennoch Bedeutung erlangen, da die EU es zur Bedingung gemacht hat, um neue Kohlekraftwerke in den Mitgliedsstaaten mit Subventionen fördern zu dürfen.

Mit CCS wird das klimaschädliche CO2 in den Anlagen abgetrennt, um es anschließend in unterirdischen ehemaligen Gasspeichern zu lagern. Diese liegen vor allem in Norddeutschland. Gegen das CCS-Konzept wehren sich allerdings zahlreiche Bürgerinitiativen, weil sie ein Austreten des in hoher Konzentration giftigen Gases an die Erdoberfläche befürchten. Auch wegen dieser Proteste war das Gesetz mehrmals verschoben worden.

Die Bundesländer erhalten nun weitgehenden Spielraum, im Genehmigungsverfahren die Speicher letztlich komplett zu untersagen. Darauf hatte vor allem die Landesregierung in Schleswig-Holstein gedrängt, wo besonders viele mögliche Speicher liegen. Dem Kompromiss zufolge dürfen nun statt der geplanten drei Millionen Tonnen nur noch knapp die Hälfte eingelagert werden, es dürfen auch nur vier statt acht Speicher eingerichtet werden.

Ab 2013 müssen sämtliche Rechte zum CO2-Ausstoß in die Atmosphäre von den Betreibern gekauft werden. Allerdings waren die Preise für die CO2-Rechte an den Börsen zuletzt eingebrochen, so dass die Technik wirtschaftlich schwieriger einzusetzen ist. Sie gilt zudem als noch nicht ausgereift und wird weltweit noch nicht industriell eingesetzt.

  • rtr
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9 Kommentare zu "Vermittlungsausschuss: Knappes Ja für CO2-Speicherung "

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  • Die Energieerzeugung durch Kernkraft verursacht keine Schadstoffe . Gas,Öl und Kohle auf jeden Fall ! Solar ist nur was fürs Kinderzimmer !

  • jepp energieelitchen. alles wird einfach unter die erde gebunkert. sei es co2 oder die brennstäbe. was interessiert die poltiker. sollte deutschland flächenmäßig, atom- oder co2-verseucht sein, dann gehen die eliten halt nach afrika um dort weiterzumachen. die ganze unter den teppich kehrerei geht mir auf dem sack. warum wird nicht endlich was getan, um die umwelt nachhaltig saueber zu halten.

  • Wieder einer mit der Einstellung; Nach mir die Sündflut

  • Co2 Speicherung, hier kann man sehen wie verrueckt alle geworden sind. Schade dass man nicht einfach einen der Irren verhauen darf.

  • Das Klimalügengebilde fällt langsam, aber sicher in sich zusammen und das ist auch gut so.

  • Die Kausalität aus dem blick verloren ?
    Wer Schadstoffe produziert muss sie auch wieder los werden , nun ist die Nachfrage nach Energie weder quantitativ noch qualitativ mit Solar,Wind oder Wasserkraft zu befriedigen .
    Leider haben das die "Abschalten sofort " Schreihälse nicht berücksichtigt , sodass wir nun mit Öl,Gas und Kohlekraftwerken unsern Strom produzieren müssen .
    Ohne rauch kein feuer liebe Leute , nun müssen die Konsequenzen des Atomausstiegs getragen werden , mit all seinen Nachteilen die er mit sich bringt .

  • Was soll das CO² ist die wichtigste Pflanzennahrung CO² ist in der Luft zu nur 0,0398 % enthalten.
    Wir sind auch nicht für den CO² anstiges verantwortlich,
    Siehe 180 Jahre atmosphärischer CO2-Gasanalyse mittels chemischer Methoden http://tinyurl.com/25m53nr

    CO² in Reinform zu speichern ist dagegen hoch gefärlich.
    CO² zu speichern ist ausserdem unnötig.
    Ausserdem beeiflusst CO2 das Klima nicht.

    Und das wegen des Klima Wahns.
    Dr. Stephen Murgatroyd liefert den psychologischen Hintergrund für die gleichlautenden Einstellungen der global agierenden „Umweltschützer“ wie Al Gore, James Hansen, Prinz Charles,und anderen. Es handelt sich nach Überzeugung des promovierten Psychologen schlicht um Wahnvorstellungen.

    Siehe Link http://tinyurl.com/727ujm7

    Übersetzung hier http://tinyurl.com/7246tgu

    Wann kehrt endlich vernunft ein ?

  • Es geht hauptsächlich um die Endlagerung von giftigem Kohlekraftwerks CO2 in tiefe salzwasserführende Erdschichten (sogenannte Saline Aquifere) und nicht um "ehemalige Gasspeicher".

    Es drohen für die weitesten Teile der Bundesrepublik irreversibel(!) für die nächsten ca. 100.000 Jahre:

    -Unkontrollierte und tödliche Kohlendioxidaustritte (auch extrem weit von der Verpressungsstelle entfernt)
    -Vergiftung oder Versalzung des Trinkwassers in grossem Umkreis
    -Erdbeben

    Eine Asse reicht eben noch nicht, dann schaffen wir uns doch einfach noch eine zweite, viel grössere Asse.

  • Sind die denn von allen guten Geistern verlassen?
    Wenn das Kohlendioxid durch irgendeinen Unfall entweichen kann, kann das eine Katastrophe geben. Es ist geruchslos und in hoher Konzentration tötlich. Wie kann man als Politiker für so einen Wahnsinn stimmen?? Man merkt wirklich, daß unsere Politiker von Naturwissenschaften wenig Ahnung haben - es ist ja auch nicht die Voraussetzung für ein Amt.

    Warum machen die aus ihrem Kohlendioxid und Wasserstoff nicht einfach Methan? Der Wasserstoff kann über die Windkraft oder per Photovoltaik erzeugt werden. Das erzeugte Methan läßt sich problemlos in die Erdgaspipelines einleiten.

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