Verplichtende Sprachbeurteilung: Bayern macht Druck bei Einbürgerungstest

Verplichtende Sprachbeurteilung
Bayern macht Druck bei Einbürgerungstest

Die bayerische Staatsregierung fordert, noch in diesem Jahr bundesweit einheitliche Einbürgerungstests für Ausländer einzuführen. Neubürger müssten Kenntnisse über Deutschland sowie über die deutsche Sprache und Werte nachweisen.

HB MÜNCHEN. Bayern will bis April ein Konzept für ein bundesweit strengeres Einbürgerungsverfahren vorlegen. Jeder Einbürgerungswillige müsse künftig in einem persönlichen Gespräch „Kenntnisse über Deutschland, über seine Werte und über die deutsche Sprache nachweisen“, sagte Ministerpräsident Edmund Stoiber nach einer Kabinettssitzung in München. Außerdem müsse der Verfassungsschutz vor jeder Einbürgerung prüfen, ob der Bewerber einer extremistischen Organisation angehöre.

Die Vorschläge folgten der Praxis und den Erfahrungen klassischer Einwanderungsländer wie Kanada. „Deutschland braucht eine Gesellschaft der Integration und keine Parallelwelten“, sagte der CSU-Vorsitzende. „Bayern will hier Druck machen, weil wir uns genau anschauen und überprüfen sollten, wer dauerhaft zu uns kommt und Deutscher wird.“ Das Ziel sei, noch in diesem Jahr bundesweit einheitliche Standards für Einbürgerungen in Deutschland zu vereinbaren. Wenn das nicht möglich sei, wolle Bayern ein gemeinsames Verfahren mit möglichst vielen anderen Bundesländern erreichen, sagte Stoiber.

Innenminister Günther Beckstein sagte: „Wir müssen aus Gründen der Integration, aber auch aus Gründen der inneren Sicherheit in unserem Land vor jeder Einbürgerung alle verfügbaren Erkenntnisquellen ausschöpfen.“

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