Verschärfung der Verhandlungssituation
Arbeitgeber kündigen Manteltarifvertrag in der Druckindustrie

In der Druckindustrie sind die Verhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag festgefahren. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) kündigte nach der inzwischen sechsten Gesprächsrunde am Dienstag in Frankfurt den Vetrag zum Ende des Jahres.

HB FRANKFURT/M. „Die Gewerkschaft kam uns auch nicht ein Stück entgegen. Vielleicht können wir jetzt etwas konkreter verhandeln“, meinte eine Verbandssprecherin. Die Arbeitgeber wollen für die bundesweit rund 200 000 Beschäftigten der Branche unter anderem die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich durchsetzen.

Dies lehnt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi grundsätzlich ab, ist aber an anderen Stellen zu Flexibilisierungen bereit. „Für uns ist die Kündigung eine große Enttäuschung. Sie bedeutet eine deutliche Verschärfung der Verhandlungssituation“, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Einen neuen Gesprächstermin gibt es bisher nicht, die Tarifkommission von Verdi will im September über das weitere Vorgehen beraten.

Die Bedingungen des Manteltarifvertrags sind noch drei Monate über die Kündigung hinaus gültig. Am 31. März 2005 endet dann auch die Friedenspflicht für den laufenden Entgelttarifvertrag.

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