Verschuldung
Schulden der öffentlichen Hand weiter gestiegen

Die Verschuldung der öffentlichen Hand ist in Deutschland weiter gestiegen. Bund, Länder und Gemeinden standen für jeden Einwohner mit 18 880 Euro in der Kreide. Das meldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Dabei gab es in den einzelnen Bundesländern jedoch beträchtliche Unterschiede.

HB WIESBADEN. Im vergangenen Jahr wuchs die Verschuldung der öffentlichen Hand in Deutschland um 0,5 Prozent auf mehr als anderthalb Billionen Euro. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit.

Insgesamt beliefen sich die Staatsschulden den Angaben zufolge zum Jahreswechsel auf 1.553,1 Milliarden Euro. Der weit überwiegende Teil davon diente zur Finanzierung der Deckungslücken zwischen öffentlichen Ausgaben und Einnahmen. Zu diesen 1.502,2 Milliarden kamen weitere 50,9 Milliarden an Kassenkrediten zur kurzfristigen Liquiditätssicherung hinzu, deren Anstieg mit 5,3 Prozent weit über dem Durchschnitt von einem halben Prozent lag.

Von den rechnerisch 18 880 Euro Verbindlichkeiten je Einwohner entfiel der Löwenanteil von 11 637 Euro auf den Bund. Es folgten die Länder mit 5 898 Euro Schulden pro Kopf sowie die Gemeinden und Gemeindeverbände mit 1 447 Euro.

Von den Bundesländern wiesen Bayern mit 3 012 Euro und Sachsen mit 3 648 Euro pro Einwohner die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung der öffentlichen Schulden auf, die regional zugeordnet werden können, also der Haushalte von Ländern und Kommunen. Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung der Flächenländer wurde für das Saarland mit 10 907 und für Sachsen-Anhalt mit 9 920 Euro je Einwohner ermittelt.

Die Pro-Kopf-Werte der Stadtstaaten liegen wegen der hohen Infrastrukturkosten deutlich über denen der Flächenländer: Für Bremen betrug die Durchschnittssumme 21 894 Euro, für Berlin 16 783 und für Hamburg 12 300 Euro.

In der Mehrzahl der Länder hat die öffentliche Verschuldung 2007 nur geringfügig zugenommen oder war wie in sechs Bundesländern sogar rückläufig. Eine weitere Zunahme der öffentlichen Schulden war dagegen in Bremen, dem Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen.

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