Versöhnungstreffen mit Generalsekretär Scholz
Gabriel will nicht Mitglied des SPD-Präsidiums werden

Niedersachsens SPD-Fraktionschef Sigmar Gabriel tritt nun doch nicht zur Wahl für einen Präsidiumsplatz seiner Partei an. Im Norddeutschen Rundfunk sagte Gabriel, er trete kommende Woche nicht an. Die Wahl der Präsidiumsmitglieder findet am 8. Dezember statt.

HB HANNOVER. „Ich stehe zu meiner Zusage vom Bochumer Parteitag, dass ich Christoph Matschie bei der Wahl zum Parteipräsidium unterstütze", erklärte Gabriel. Matschie ist Chef des SPD- Landesverbandes Thüringen.

Vor wenigen Tagen hatte Gabriel noch selbst Interesse am Präsidium bekundet, das am 8. Dezember gewählt wird. Wegen der geringen Zahl an freien Plätzen und der jüngsten Auseinandersetzung Gabriels mit der Bundesparteispitze galten seine Chancen jedoch ohnehin als begrenzt.

Niedersachsens SPD-Landeschef Wolfgang Jüttner bestätigte unterdessen am Mittwoch, dass es am 9. Dezember zu einem Treffen zwischen dem Landesvorstand und SPD-Generalsekretär Olaf Scholz in Hannover kommen wird. Erwartet wird, dass es dabei zu einem klärenden Gespräch zwischen Scholz und der niedersächsischen SPD-Spitze kommt.

Bundeskanzler und SPD-Chef Gerhard Schröder hatte beim Bochumer Parteitag vor zwei Wochen Jüttner und Gabriel vorgeworfen, gegen Scholz' Wiederwahl intrigiert zu haben. Der Generalsekretär hatte nur 52,6 Prozent der Stimmen erhalten - 38,7 Punkte weniger als 2002.

Angeheizt worden war der Streit durch eine Panne in der Berliner SPS-Zentrale. Dort waren bereits vor der Wahl des Generalsekretärs Stimmzettel auch mit dem Namen Gabriel gedruckt worden, dem Ambitionen auf Scholz' Nachfolge nachgesagt wurden.

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