Versteckte Kosten bei Atom und Kohle: Greenpeace rechnet alternative Energie billig

Versteckte Kosten bei Atom und Kohle
Greenpeace rechnet alternative Energie billig

Gelder für Atommüll-Lagerung und Umweltschäden eingerechnet, ist Energie aus Atom und Kohle viel teurer, als alternativ gewonnener Strom. Das zumindest rechnet die Genossenschaft Greenpeace Energy vor.
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HamburgEnergie aus konventionellen Quellen wie Kohle oder Atom ist in ihrer Herstellung einer Studie zufolge deutlich teurer als alternativ gewonnener Strom. Würden die „versteckten Kosten“ der konventionellen Energie auf die Verbraucher umgelegt, koste dies etwa elf Cent pro Kilowattstunde, erklärte die Genossenschaft Greenpeace Energy am Donnerstag unter Berufung auf eine Studie des Forums für Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).

Zu solchen versteckten Kosten zählten Gelder, die für Endlagerung von Atommüll oder Umweltschädigungen gezahlt werden müssen, staatliche Subventionen und finanzielle Vergünstigungen. Eine „Konventionelle-Energien-Umlage“ wäre laut Studie etwa doppelt so teuer wie die Umlage für Erneuerbare Energie.

„Erneuerbare Energien sind nicht nur sauberer, sondern unterm Strich auch deutlich kostengünstiger als Kohle und Atom“, erklärte Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy. Der Studie zufolge belaufen sich die versteckten Zusatzkosten für konventionelle Energieträger auf rund 40 Milliarden Euro pro Jahr. Im Vergleich dazu werden im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland jährlich knapp 20 Milliarden Euro für den Ausbau alternativer Technologien ausgegeben.

Während die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen in den vergangen Jahren immer kostengünstiger geworden sei, könnten sich konventionelle Kraftwerke „kaum noch refinanzieren“, erklärte Greenpeace Energy. Eine Kilowattstunde Windstrom aus neuen Anlagen koste 5,1 bis 8,7 Cent pro Kilowattstunde, eine Kilowattstunde Strom aus einem Atomkraftwerk dagegen 18,5 bis 49,8 Cent.

Greenpeace Energy eine von der Umweltorganisation Greenpeace gegründete Genossenschaft. Sie versorgt nach eigenen Angaben rund 110.000 Kunden mit Ökostrom.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Man muß nicht gleich von Terrorismus sprechen, aber von Demagogie schon. Solange die vielen, weltweit jeder demokratischen Kontrollen entzogenen Atomwaffen nicht von den Gutmenschen thematisiert werden, die schließlich zum Zwecke des Massenmordes produziert und in Dienst gestellt wurden, ist es einfach nur Unsinn, sich über die Atomkraftwerke aufzu regen. Bauen Sie doch in Ihr Haus nach vorn hin fünffach verglaste thermosicherheitsfenster ein und lassen einfach die ganze Rückwand Ihres Hauses weg. So etwa verhalten sich die Gefahren von AKW und Atom-Waffen. Außerdem verkennt diese kenntnisfreie Ökorechnerei den technischen Sachverstand, das zukunftsweisende Wissenspotential und viele andere Vorteile für unsere Gesellschaft, die aus der friedlichen Nutzung der Kernkraft erwachsen. Die Franzosen, Belgier, Finnen, Polen ... fast alle um uns herum denken über AKW-Neubau nach oder tun es bereits. Aber weil Greenpeace und deutschlands grün-rote Alleswisser die Wahrheit verkörpern, sind alle anderen eben doof. So einfach geht Weltanschauung.

  • Nun ich nehme an, wenn die Greenpeace Marktforschung meint, dass man mit "Chemtrails", oder "Öko UFO´s",ökologisch gesinnte Herzen, oder deren Geldbeutel erobern kann, so wird man dies sicherlich tun.

    Frage: Wie kann man aus "Chemtrails" ein profitables Geschäftsmodell analog dem Klimaschwindel generieren??

  • Greenpeace?

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

    Warum protestiert Greenpeace nicht gegen Chemtrails?

    Warum berichten die Systemmedien nicht über Chemtrails?

    Wer steht hinter Greenpeace und den Medien?

    Wer mehr über Chemtrails und die Pseudoumweltorganisation Greenpeace wissen möchte,
    sollte bei youtube nach "Werner Altnickel" suchen.

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