"Verstopfungsgebühr" bringt Geld in leere Kommunalkassen: Grüne für City-Maut in deutschen Großstädten

"Verstopfungsgebühr" bringt Geld in leere Kommunalkassen
Grüne für City-Maut in deutschen Großstädten

Grünen-Politiker halten eine Maut in deutschen Großstädten nach Londoner Vorbild für sinnvoll. Damit könnten gleich zwei Probleme gelöst werden: Zu viel Verkehr und zu wenig Geld in den Kommunen.

HB BERLIN. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Albert Schmidt, ist für eine City-Maut in deutschen Großstädten. London solle dabei als Vorbild gelten. «Bild am Sonntag» sagte er, in der britischen Hauptstadt habe die City-Maut dazu geführt, dass dort deutlich weniger Autos unterwegs seien. Verkehrsprobleme seien dadurch stark zurück gegangen.

Dass die Maut-Gebühr die Einnahmen der Stadt um ein Vielfaches steigere, sei ein weiterer Pluspunkt, sagte Schmidt. Auch für deutsche Städte wäre die City-Maut entsprechend eine Möglichkeit, um an Geld zu kommen. Der öffentliche Nahverkehr, Schulen und andere kommunale Einrichtungen würden davon profitieren. Der Grünen-Politiker will die Entscheidung darüber den jeweiligen Kommunen überlassen.

Auch der Chef der Gewerkschaft Transnet und Vorsitzende der «Allianz pro Schiene», Norbert Hansen, lobte die in London erhobene «Verstopfungsgebühr» in Höhe von sieben Euro täglich. Seit deren Einführung gebe es weniger Staus, weniger Unfälle, «und die Leute finden es gut», sagte Hansen «Bild am Sonntag». Die City-Maut wäre für staugeplagte Städte wie Frankfurt am Main oder Köln «sinnvoll, um ihre Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen».

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