Verstoß gegen Datenschutz

Glücksspielverbot im Internet droht zu scheitern

Das Verbot für Online-Glücksspiele droht zu scheitern: Die Blockierung von Finanzströmen, die als wichtigstes Werkzeug für eine Unterbindung gilt, könnte gegen den Datenschutz verstoßen.
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Beim Glücksspielanbieter Tipp24 kann auf den Ausgang der offiziellen deutschen Lottoziehungen gewettet werden. Quelle: dpa

Beim Glücksspielanbieter Tipp24 kann auf den Ausgang der offiziellen deutschen Lottoziehungen gewettet werden.

(Foto: dpa)

Hamburg/MünchenDas in Deutschland geltende Verbot für Online-Glücksspiele ist offenbar nicht durchsetzbar. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ und der NDR am Donnerstag berichteten, schätzt der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, die Blockierung von Finanzströmen zwischen Glücksspielanbietern und Kunden als „praktisch unmöglich“ ein. Die Blockierung, in Fachkreisen auch „Payment Blocking“ (Zahlungsblockade) genannt, gilt als wichtigstes Werkzeug, das Glücksspiel im Internet zu unterbinden.

Um die Geldflüsse zu stoppen, müssten Banken und Kreditinstitute Daten über Standorte der Spieler sammeln. Dies sei aus datenschutzrechtlicher Perspektive „überhaupt nicht akzeptabel“, sagte Weichert „SZ“ und NDR. Die gesetzlichen Grundlagen seien dafür nicht vorhanden.

Der Glücksspielmarkt im Internet besteht unter anderem aus sogenannten Online-Kasinospielen, Pokerangeboten oder Wetten auf den Ausgang der offiziellen deutschen Lottoziehungen. Anbieter operieren in vielen Fällen von europäischen Steueroasen wie Gibraltar oder Malta aus, behördliche Verbote sind daher schwer durchzusetzen.

So müssen Geheimdienste draußen bleiben
Auto Transporter
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Auto-Transporter

Wer sensible Daten mit Kollegen oder Freunden über Online-Dienste wie Dropbox & Co. tauscht, läuft Gefahr, dass Spitzel und Hacker mitlesen. Eine smarte Alternative bietet der Speicher- und Synchronisationsdienst des US-Startups Connected Data. Bei dessen Transporter genannten Festplatten kann der Nutzer selbst bestimmen, welche Dateien per Direktverbindung automatisch und verschlüsselt mit den Transporter-Disks anderer Nutzer synchronisiert werden.

Preis: ab 299 Dollar


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Platten-Sperre
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Platten-Sperre

Wer verhindern will, dass Spionagesoftware die Passworteingabe für die verschlüsselte Festplatte aufzeichnet, sollte externe Speicher mit eigener Entsperrtechnik einsetzen – wie die DataLocker-Festplatte von Origin. Das Modell Enterprise 2.0 besitzt ein Tastenfeld für die Code-Eingabe und ist von der US-Technologiebehörde NIST unter anderem für den militärischen Einsatz zertifiziert.

Preis: ab 390 Euro


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Passwörter-Buch
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Passwörter-Buch
Wer kann sich noch die Passwörter merken, die er auf Hunderten Web-Seiten eingibt? Der MyIDkey des US-Startups Arkami hilft da weiter: Der USB-Stick, der sich nur über den eingebauten Fingerabdruck-Scanner aktivieren lässt, merkt sich sämtliche Benutzernamen und Passwörter, die der Nutzer in Web-Seiten eingibt – und füllt die Zugangsdaten bereits besuchter Web-Seiten automatisch in die vorgegebenen Eingabefelder ein. Via Bluetooth-Funk funktioniert das auch mit Smartphones.
Preis: 170 Dollar


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Merkel-Berry
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Merkel-Berry

Private Daten und Unternehmensinformationen hält die Spezialversion des Blackberry Z10 vom deutschen Sicherheitsspezialisten Secusmart strikt getrennt. Möglich macht das, neben Sicherungen im Betriebssystem, die Zusatz- verschlüsselung per Smartcard, die der Technik Secusuite gerade die Freigabe als Regierungshandy beschert hat.

Preis: 2500 Euro


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Sprech-Stelle
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Sprech-Stelle

Abhörsicher telefonieren, unabhängig von Handy oder Notebook, das ermöglicht das Sprachverschlüsselungssystem Topsec mobile des Berliner Spezialisten Rohde&Schwarz SIT. Die Krypto-Box mit eigenem Headset wird per Bluetooth mit internetfähigen Handys oder Computern gekoppelt und baut hochverschlüsselte Sprachverbindungen zu baugleichen Topsec-Modulen auf.

Preis: 2300 Euro

Abdruck-Analyst
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Abdruck-Analyst

Nicht ganz so sicher wie ein komplexes Passwort, aber deutlich komfortabler – und allemal besser als kein Zugriffscode: Das sind Fingerabdruckleser, die viele Business-Notebooks eingebaut haben, wie etwa das Thinkpad X1 Carbon von Lenovo.

Preis: 1470 Euro


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Email - Illustration
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Post-Geheimnis

Mit den Verschlüsselungsverfahren PGP und S/Mime gibt es wirksame Technologien, um elektronische Post gegen unerwünschte Mitleser zu sichern. Nur ist die Konfiguration gerade für Laien teils recht aufwendig. Einfacher und für den Unternehmenseinsatz geeignet sind Programme wie gpg4o des Softwarehauses Giegerich&Partner. Das Paket gibt’s als Erweiterung für Microsofts Outlook 2010 und 2013.

Preis: ab 94 Euro

Die für die Regulierung des deutschen Glücksspielmarkts zuständigen Bundesländer arbeiten deshalb seit längerem darauf hin, die Geschäfte der einschlägigen Firmen durch die Unterbindung von Finanzströmen indirekt lahmzulegen. Niedersachsen hat dabei federführend für alle Länder die Aufgabe übernommen, eine entsprechende Strategie zu entwickeln. Sie zielt darauf ab, die Überweisung der Spieleinsätze mit Hilfe von Banken und Kreditkartenfirmen zu verhindern.

  • afp
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