Versuchte Anschläge
Polizeigewerkschaft warnt vor Sicherheitsmängeln bei der Bahn

Im vergangenen Sommer versuchten zwei Männer Kofferbomben in deutschen Regionalzügen zur Explosion zu bringen. Knapp ein Jahr nach den versuchten Anschlägen ist nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei nicht genug zur Verbesserung der Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen getan worden. Die Deutsche Bahn habe nur einen „sehr bescheidenen Beitrag“ geleistet.

HB BERLIN. Das sagte der Vorsitzende des Gewerkschaftsbereichs Bundespolizei, Josef Scheuring, im Südwestrundfunk. Demnach wurden 300 Sicherheits-Mitarbeiter zusätzlich bei der Bahn eingestellt. Im Schichtbetrieb bedeute dies, dass deutschlandweit rund 50 Sicherheitskräfte pro Schicht zusätzlich unterwegs seien, sagte Scheuring.

„Das hat nichts mit Verstärkung von Sicherheit im Kern zu tun.“ Das zusätzliche Personal reiche wohl noch nicht einmal aus, um die Monitore der neu installierten Videokameras zu überwachen. Auch die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) angekündigte Aufstockung der Bundespolizei in Bahnhöfen sei bisher nicht umgesetzt. Die Neuorganisation der Bundespolizei sei zwar eingeleitet, werde aber noch nicht personell umgesetzt.

Am 31. Juli und 1. August 2006 waren in zwei Nahverkehrszügen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Kofferbomben entdeckt worden. Wegen eines handwerklichen Fehlers gab es keine Explosion. Gegen den Hauptverdächtigen, einen 22 Jahre alten Libanesen, hat die Bundesanwaltschaft im Juni Anklage erhoben.

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