Vertagungen in vielen Bezirken
Metall-Tarifrunde 2004 erfolglos gestartet

Die Tarifverhandlungen für die 3,5 Mill. Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie sind am Montag gestartet. Doch nach nur kurzen Auftaktgesprächen vertagten sich die Tarifparteien in den Bezirken Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Osnabrück/Emsland, Berlin/Brandenburg und der Mittelgruppe (Hessen/Rheinland- Pfalz/Saarland) ohne Ergebnis auf Anfang des Jahres. In diesen fünf Bezirken gibt es mehr als zwei Mill. Metaller.

HB FRANKFURT. Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn und Gehalt. Dies haben die Arbeitgeber angesichts von drei Jahren Stagnation abgelehnt. Sie wollen zudem keine reine Lohnrunde führen, sondern auch über eine Verlängerung der Arbeitszeit auch ohne Lohnausgleich reden. Dies lehnt wiederum die Gewerkschaft ab. Die aktuellen Tarifverträge laufen Ende Dezember aus. Die Friedenspflicht endet am 28. Januar 2004. Danach darf gestreikt werden.

An diesem Dienstag kommen die Tarifparteien in den Bezirken Bayern, Küste, Niedersachsen und Thüringen zur ersten Runde zusammen. Komplettiert wird der erste Durchgang von Sachsen-Anhalt (17. Dezember) und Sachsen (8. Januar). In der neuen Tarifrunde bestanden die Arbeitgeber in Düsseldorf auf der Einführung eines betrieblichen Arbeitszeit-Korridors von 35 bis 40 Stunden. Eine entsprechende Öffnungsklausel für freiwillige Betriebsvereinbarungen sei ein zentrales Anliegen, sagte Arbeitgeber- Präsident Michael Jäger. Je nachdem, wie es dem Betrieb gehe, solle Mehrarbeit auch ohne Lohnausgleich möglich sein.

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