Verteidigungsminister:
Hinweise auf El Kaida bei Anschlag in Kabul

Der Anschlag auf deutsche Soldaten in Afghanistan könnte möglicherweise auf die El-Kaida-Organisation zurückgehen. Die Ermittlungen laufen.

Reuters BERLIN. Der Anschlag auf deutsche Soldaten in Afghanistan könnte möglicherweise auf die El-Kaida-Organisation zurückgehen. Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) sagte am Samstag im ZDF, entsprechende Hinweise habe ihm sein afghanischer Kollege Mohammed Fahim am Telefon gegeben. Dies könne man aber zu „diesem relativ frühen Zeitpunkt nun wirklich nicht nachprüfen“, sagte Struck.

Deutsche Soldaten vor Ort würden die Hinweise überprüfen, ebenso wie die afghanische Polizei. Zudem bestehe die Möglichkeit, Beamte des Bundeskriminalamtes nach Afghanistan zu entsenden, sagte Struck. „Wir versuchen, den Urheber dieses fürchterlichen Terroranschlages so schnell wie möglich zu ermitteln.“

Struck sagte weiter, man müsse davon ausgehen, dass Mitglieder der El Kaida, der Taliban und auch des früheren afghanischen Anführers Gulbuddin Hekmatjar versuchten, die internationale Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) zu vertreiben.

Deutschland führt derzeit gemeinsam mit den Niederlanden die ISAF, die nach dem Ende der radikal-islamischen Taliban-Regierung Ende 2001 in Kabul und am nahen Flughafen für Sicherheit sorgen soll. Die Truppe wurde bereits mehrfach angegriffen. Zuletzt waren Ende Mai ein deutscher Soldat bei einer Minenexplosion getötet und ein weiterer verletzt worden.

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