Verteidigungsminister
Struck gegen Ende der KSK-Bereitstellung für Afghanistan

SPD-Fraktionschef Peter Struck hat sich gegen Überlegungen in seiner Fraktion ausgesprochen, die KSK-Elitesoldaten der Bundeswehr nicht mehr für den Einsatz in Afghanistan bereitzuhalten.

dpa BERLIN. „Ich bin nach wie vor dafür“, dass das Kommando Spezialkräfte (KSK) im Rahmen der US-geführten Anti-Terror-Operation „Enduring Freedom“ (OEF) angeboten wird, sagte der frühere Verteidigungsminister am Sonntag im Deutschlandfunk. „Wir können uns nicht einfach „rausschleichen.“

Im Herbst entscheidet der Bundestag über die Verlängerung der Afghanistan-Mandate für die Internationale Schutztruppe Isaf, die US-geführte OEF und den deutschen Tornado-Einsatz. Die SPD-Fraktion prüft, ob Deutschland seine Beteiligung an der OEF mit bis zu 100 KSK-Soldaten beenden sollte. Die Soldaten sind allerdings seit 2005 nicht mehr angefordert worden. Am 4. Juli will die SPD-Fraktion in einer Sondersitzung über die Afghanistan-Missionen beraten.

„Es gibt niemanden, der ernsthaft den (generellen) Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan verlangt“, sagte Struck mit Blick auf die SPD-Abgeordneten. Im September wolle sich seine Fraktion bei einer Konferenz von afghanischen Regierungsvertretern und Bürgern über die Wirkung des Einsatzes berichten lassen.

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat den Vorschlag von SPD- und Unionsabgeordneten abgelehnt, das Anti-Terror-Mandat „Enduring Freedom“ mit dem internationalen Afghanistan-Mandat Isaf zusammenzulegen. Jung sagte der Zeitung „Bild am Sonntag“: „Wir werden für den Wiederaufbau, die Stabilisierung und

die weitere Schaffung von Sicherheit in Afghanistan auch in Zukunft die beiden Mandate Isaf und OEF dringend benötigen. Militärisch gibt es dazu keine Alternative.“

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