Verteidigungsministerium
Fast 400 Verdachtsfälle auf Rechtsextremismus in Bundeswehr

Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren 18 Mitarbeiter wegen Rechtsextremismus entlassen. Derzeit prüfe der Militärische Abschirmdienst (MAD) 391 Verdachtsfälle auf Rechtsextremismus.
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Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren 18 Mitarbeiter wegen Rechtsextremismus entlassen. Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin mit. Von 2012 bis 2016 seien 18 Personen, darunter Soldaten wie zivile Angestellte, vorzeitig wegen erwiesenem Rechtsextremismus entlassen worden. Derzeit prüfe der Militärische Abschirmdienst (MAD) 391 Verdachtsfälle auf Rechtsextremismus. Bestätige sich ein solcher Verdacht, könne das disziplinarische, strafrechtliche und laufbahnrechtliche Folgen bis zur Entlassung haben.

Nach Angaben des MAD gehört derzeit noch eine einstellige Zahl an Rechtsextremisten offiziell der Bundeswehr an. Einer davon ist etwa der Oberleutnant Franco A., der wegen Terrorverdachts in Untersuchungshaft sitzt und einen Skandal um Rechtsextremismus in der Bundeswehr losgetreten hatte.

Einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Montag) zufolge stufte der MAD seit 2008 rund 200 Bundeswehrsoldaten als rechtsextrem ein. Der MAD sieht aber keinen Anstieg von rechtsextremen Tendenzen in der Bundeswehr. Nach der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 seien die Fallzahlen gesunken. 2008 bis 2011 seien jährlich im Schnitt rund 40 Verdachtsfälle bestätigt worden, 2012 bis einschließlich 2017 im Schnitt nur noch vier pro Jahr.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Verteidigungsministerium: Fast 400 Verdachtsfälle auf Rechtsextremismus in Bundeswehr"

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  • Ein Glück das es in der Bundeswehr keine Linksextremisten gibt , die verweigern ja den Dienst weil sie keine Waffen tragen wollen. Dafür zerstören sie ganze Stadteile wie in Hamburg beim G 20 und versuchten Polizisten zu töten warfen von Dächern mit schweren Steinen. Die Guten!

    Wenn BW Soldaten sich ein Schrein mit alten Zeug der Wehrmacht an den Wänden einrichten, dann ist Großalarm . Wenn der Hitlergruß getätigt wird , dann schreitet der Staatsschutz ein und die Bundes Staatsanwaltschaft legt Akten von
    IS Kämpfern beiseite , weil der Gruß schlimmer ist.

    Theoretisch müsste auch der Gruß Hand an die Stirn verboten werden , denn mit diesen Gruß wurde ja auch viel Unrecht begangen .

    Wann wird Deutschland endlich mal entspannter , zu meiner Zeit in einer Aufklärungseinheit hätten wir wohl einen persönlichen Bundesstaatsanwalt
    in die Kaserne bekommen , wenn man die Zeit nach Heute verlegen würde.

    Man kann keine Welt schaffen wo alle sich lieben , in dieser Welt wollen nur Drogensüchtige und Grüne leben . Hass war auch immer Motor der Gesellschaften
    Darum hat es große Reiche gegeben , die von Historikern heute geliebt werden und Deutschland ist Teil davon geworden.

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