Verteuerung des LKW-Transports
Harsche Kritik an Tiefensees Verkehrsplänen

Der Verkehrsminister will den wachsenden Güterverkehr von den Autobahnen stärker auf Bahn und Schiff verlagern - dazu soll unter anderem der LKW-Transport teurer werden. Wirtschafts- und Branchenverbände kritisieren den Vorstoß.

BERLIN. Die Pläne von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), den dramatisch wachsenden Güterverkehr stärker von den Autobahnen auf Bahn und Schiff zu verlagern - unter anderem durch eine Verteuerung des LKW-Transports -, sind in der Wirtschaft auf harsche Kritik gestoßen. "Die Idee des Masterplans Güterverkehr und Logistik ist richtig. Er wird aber seinem Anspruch nicht gerecht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Werner Schnappauf. Verteuerung und die zusätzliche Anlastung externer Kosten seien der falsche Weg, das Ziel einer umweltgerechten Mobilität zur erreichen.

Tiefensee will mit seinem gestern vom Bundeskabinett verabschiedeten Masterplan nicht nur die LKW-Maut in Stoßzeiten verteuern, sondern auch stärker externe Kosten für Luftverschmutzung und Lärm bei der Bemessung der LKW-Gebühren berücksichtigen. Der DIHK fürchtet, dass es Tiefensee dabei nur darum gehe, die Speditionsbranche weiter unter Kostendruck zu setzen.

"Das wird nicht nur viele deutsche Güterverkehrsunternehmen nach und nach zum Aufgeben zwingen, sondern auch die Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarn erschweren", warnte DIHK-Verkehrsexperte Patrick Thiele. Denn als Exportnation nutze Deutschland auch die Verkehrswege der anderen EU-Staaten. Die würden auf eine Verteuerung des Transitverkehrs durch Deutschland sicher mit einer Verteuerung ihrer Autobahnen reagieren.

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